20 Jahre What’s Metal Radioshow

Auch wenn momentan jeder Sender Disturbed’s furchtbare Verballhornung des ohnehin schon nervigen „Sound Of Silence“ auf und ab dudelt und Lars Ulrich sogar bei WDR2 zu Gast war, ist Metal im Radio eine absolute Seltenheit. Aber zum Glück gibt es einige Idealisten, die die Frequenzen mit harten Gitarren beschallen. Eine der ältesten Metal Shows im Radio ist What’s Metal, die ihr zwanzigjähriges Bestehen im Bastard Club feierten.

Neben Hörern, Weggefährten und den übliche Verdächtigen im Bastard Club wurden auch drei Bands eingeladen, von denen Embedded den Anfang machten. Die Osnabrücker Death Metaller gibt es sogar schon zwei Jahre länger als What’s Metal. Mit im Gepäck hatten sie reichlich Songs der in diesem Jahr erschienenen Platte „Bloodgeoning“, auf der die Band deutlich in Richtung modernem Brutal Death Metal schielt. Insgesamt fügen sich die Songs aber gut in die Setlist ein und Fronter Rainer Düsing lässt ordentlich die Matte kreisen. Nur Bassist Daniel Meier blieb etwas blass und wirkte auf der Bühne wie ein Fremdkörper. Zudem ballert das Schlagzeug sehr heftig, wodurch sich eine gewisse Eintönigkeit einstellt, die ein paar Zuschauer nach oben an die Theke treibt.

Ebenfalls alte Hasen sind Skyconqueror aus Dortmund, die mit ihrem Heavy Metal/Hard Rock-Mix jedoch nicht wirklich überzeugen können. Gitarrist Mayhem zaubert so manch schickes Lick hervor bei dem man sich durchaus an Vardis erinnert fühlen kann, aber insgesamt bleibt die Performance kraftlos. Da zudem noch auf „Sanctuary“, „Holy Diver“ und „Seek And Destroy“ zurückgegriffen wird, von denen man mindestens zwei schon viel zu oft gehört hat, wird es oben schnell wieder voll.

Auch wenn die Band an sich noch recht jung ist, stehen bei Savage Blood vermutlich die dienstältesten Musiker auf der Bühne, und diese Erfahrung merkt man sofort. Neben den stärksten Songs hat die Band auch die meiste Action dabei, die wiederum mit den besten Publikumsreaktionen beantwortet wird. Beinahe jeder Refrain wird mitgesungen (Nicht nur die der drei gespielten Enola Gay-Songs!), und es wir fleißig gebangt. „Release The Beast“ wird aufgrund technischer Probleme am Ende nochmals wiederholt, und weil das Publikum noch nicht genug hat, wird der Oberhit „Dead Water“ ebenfalls wiederholt. Im Anschluss wird oben im Bastard Club noch mit den DJs und Moderatoren von What’s Metal weitergefeiert – auf die nächsten zwanzig Jahre!

Über Padre 62 Artikel
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