Attic – Sanctimonious

Attic - Sanctimonious

Das Debütalbum „The Invocation“ schlug 2012 ein wie eine Bombe und sorgte für Auftritte und Tourneen durch große Teile Europas und auf fast jedem namhaften Festival. Natürlich gab es auch vorher schon Bands wie In Solitude oder Portrait, die extrem von King Diamond und Mercyful Fate beeinflusst waren, aber so perfekt wie Attic hatte noch keine Band die Essenz der beiden Bands aufgesogen und verarbeitet. Fünf Jahre später melden sich Attic nun mit dem Konzeptalbum „Sanctimonious“ zurück.

Release: 18. August 2017
Genre: Heavy Metal
Label: Ván Records
Homepage: https://www.facebook.com/atticfuneral/

Nach einem Intro mit Kirchenorgel und sakral klingendem Gesang brettert der Titeltrack mit mächtig Black-Metal-Feeling los. Klirrende Riffs und schnelles Drumming, teilweise mit Blastbeats treiben den Song nach vorn. Der Song dient quasi als Prolog in die Geschichte über ein Kloster, in dem die Äbtissin ein eisernes Regiment führt und vor blutigen Strafen nicht zurückschreckt, eine Geschichte voller Lügen, Verrat und Rache. Sobald das erste Riff einsetzt fällt auf, dass sich Attic vom satten Sound des Debüts abgewandt haben und auf einen höhenlastigeren, an die zweite Black Metal-Welle erinnernden Sound setzen. Dies hat allerdings zur Folge, dass die eher konventionelleren Songs ohne große Black Metal-Einflüsse dadurch zu dünn klingen und wie ein Schritt nach hinten wirken, wohingegen die anderen Songs dadurch nur noch böser nach vorne preschen.

Mit „A Serpent In The Pulprit“ und „Penalized“ folgen zwei Songs mit Ohrwurm-Refrains und gerade letzterer kann mit abwechslungsreichem, Thrash-lastigem Riffing überzeugen. Nachdem die Geschichte mit Kirchenorgeln und geflüsterten Worten in „Scrupulosity“ weitererzählt wird, folgt „Sinless“, dem ein oder anderen wohl schon von der Demo bekannt, während „Die Engelmacherin“ mit einem sehr geringen Anteil an Falsetto-Gesang auffällt und eine sehr beklemmende Atmosphäre verbreitet. Definitiv ein Highlight auf dem Album! Das vom Intro „A Quest For Blood“ eingeleitete „The Hound Of Heaven“ ist neben „Sinless“ der wohl eingängigste Song auf der Platte.

Mit dem hypermelodischen „On Choir Stalls“ und dem düster-sperrigen „Dark Hosanna“ geht es ins Finale. „Born From Sin“ startet mit heftigen Black Metal-Riffs, und nach einer kurzen, melodischen Doom-Bremse geht es in hohem Tempo weiter bevor es zum Ende sehr melodisch wird. Der vermutlich härteste Song, den Attic je geschrieben haben, markiert den Abschluss des Albums; „There Is No God“ punktet mit einer Mischung aus Black, Thrash und Heavy Metal und abwechslungsreichem Gesang.

Wirklich schlecht ist „Sanctimonious“ nicht, ganz im Gegenteil, das Ding ist eigentlich richtig gut! Das Konzept wirkt etwas gezwungen und der Sound könnte satter sein, aber das war’s auch schon mit der Kritik. Dennoch will sich keine solche Begeisterung wie bei „The Invocation“ einstellen. Wer aber das Debüt oder eine der im Verlauf dieses Textes erwähnten Bands mag, der kann hier aber rein gar nichts falsch machen!

Tracklist:

  1. Iudicium Dei
  2. Sanctimonious
  3. A Serpent In The Pulpit
  4. Penalized
  5. Scrupulosity
  6. Sinless
  7. Die Engelmacherin
  8. A Quest For Blood
  9. The Hound Of Heaven
  10. On Choir Stalls
  11. Dark Hosanna
  12. Born From Sin
  13. There Is No God

Über Padre 51 Artikel
I use my anger as a tool, I feel the pain, I ain't no fool, I will not stack my rage upon the shelf, I'll always keep my negative self!

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