Dark Waters End – Submersion

Dark Water End - Submersion

Release: 07.10.17
Genre: Death Metal / Deathcore
Label: Eigenproduktion
Homepage: https://www.facebook.com/darkwatersend/

Welch ein Wohlklang, wenn die CD verstummt. Dark Waters End aus Philadelphia bezeichnen ihre Musik selbst als progressiven Death Metal. Doch diese Wertung stimmt nicht ganz, man könnte es eher mit Hatebreed vergleichen. Allerdings müsste man die Stimme im Verzerrer auf die Stufe „Death Metal“ stellen und dann die Musiker gegen Pappaufsteller austauschen, die vielleicht vier Akkorde können.

Ungefähr das entspricht dann dem Sound von Dark Waters End. Sieht das Albumcover zwar nicht ganz gelungen aus, habe ich mir jedoch ein leicht nautisches Abenteuer von der Scheibe erhofft. Es startet auch nautisch, zweimal piept das U-Boot-Radar auf, dann der Torpedo: Bäm! Auf die Zwölf! Und damit meine ich keinen Torpedosound, sondern stupiden „Guck-mal-wie-hart-ich-bin“-Death-Metal. Irgendwo zwischen Brutal Death und Deathcore hält „Immortal Consciousness“ Einzug, und es brauen sich die ersten Gedanken über Abbruch zusammen – hab mich dann aber doch dazu entschieden, darüber zu schreiben. Ein bisschen besser ist zum Glück „Empty Skies“. Hier gibt es zumindest ein wenig vernünftigen Death Metal, der sich konstant hält. Und damit meine ich so richtig konstant. Da gibt es kein links, kein rechts, kein oben, kein unten – Ein Punkt eiskalt durchgezogen. In der Nase bohren ist abwechslungsreicher… Im Anschluss gibt’s unharmonisches Rumgebrüll. Weiß wer, was das soll, doch die zwei Minuten für „Mass Grave“ hätte man besser investieren können. Nach den drei Tracks mit relativ angenehmer Spielzeit hatte ich das Gefühl, eine halbe Stunde sei vergangen. Das wird hart, dachte ich nur, denn für „Congential Vice“ hab‘ ich es in der langen Spielzeit geschafft, nur einen Stichpunkt aufzuschreiben und der hieß: Langweilig. Doch da geht noch mehr. „Unquenchable“ ist dieser eine sporadische Clean-Track, der ebenfalls wohl eher als Lückenfüller fungiert. In dem sonst so brutalen Deathcore-Gedöns wirkt das Lied einfach unpassend. Zur Halbzeit gibt es dann Breakdown-Rumgefidel dessen melodischer Wechsel fast den Negativwert erreicht. Das war der Punkt wo ich mir dachte, bis hier her und nicht weiter. Ich habe mir die anderen Tracks noch angehört, aber ich möchte es nicht noch schlimmer schreiben, denn diese Musik spricht für sich.

Platz 1 für das unnötigste Werk des Jahres geht dieses Jahr wohl nach Amerika. Ich sage es so wie es ist, das Album ist Müll. Abgehackte Rhythmen, kein wirkliches Zusammenspiel und alles irgendwie durcheinander. Lassen wir das einfach, das Ding hat keinen Sinn…

Tracklist:

  1. Immortal Consciousness
  2. Empty Skies
  3. Mass Grave
  4. Congenital Vice
  5. Unquenchable
  6. The Great Dirge
  7. Rat King
  8. Hell Can’t Be Worse
  9. Velocirapture
  10. Bucket Of Flesh
  11. Up The Dose

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