Degial – Predator Reign VÖ: 24.11.17, Sepulchrual Voice Records, Death Metal

Degial - Predator Reign

Dass es dieses Jahr um den Death Metal bei weitem nicht so übel bestellt ist wie der Promotext uns weismachen will, zeigen unzählige starke Releases aus den verschiedenen Untergenres. In diese lange Schlange an Kaufempfehlungen, soviel sei verraten, reihen sich Degial mit „Predator Reign“ problemlos ein und machen 2017 damit endgültig zu einem teuren Jahr für Death Metaller.

Die Schweden setzen auf stark von Voivod und Morbid Angel beeinflusste Riffs und kurze prägnante Soli, die an frühe Slayer und Kreator erinnern. Der Gesang erinnert an einen gewissen Herrn Vincent, allerdings auf einem Black-Metal-Trip. Lediglich die Drums sind nicht so abgefahren filigran wie bei den offensichtlichen Vorbildern aus Florida. Der am Anfang stehende Titeltrack gibt die Marschrichtung vor, danach gibt es dann noch neun weitere Male sehr abwechslungsreich aufs Maul. Verschnaufpausen sind auf „Predator Reign“ Fehlanzeige und bei vierzig Minuten Spielzeit eh nur was für Weicheier. Die Songs sind klug arrangiert, auch wenn beim ersten Durchlauf alles etwas chaotisch wirkt. Viele Details offenbaren sich erst bei weiteren Durchläufen.

Trotz aller technischen Finessen setzen die Schweden vor allem auf brutale Durchschlagskraft. Dies wird auch durch die räudige Produktion deutlich gemacht. Alles ist klar und deutlich zu hören, dennoch klingt das Album unkontrolliert und brutal. Zudem stimmen Attitüde und Atmosphäre. Schon bei den ersten Tönen wird einem klar, dass hier vier Verrückte, die jeden Tag Death Metal leben, zu hören sind. Die Jungs machen nicht nur böse Musik und sind dazwischen Schwiegermutters Liebling, nein, die gehen vermutlich noch mit Patronengurt und Ketten (Checkt das Video weiter unten) zu Omas Beerdigung.

Technische Fähigkeiten, Brutalität und Kompromisslosigkeit machen „Predator Reign“ neben den aktuellen Alben von Cannibal Corpse und Venenum zu einem klaren Anwärter auf den Thron des besten Death Metal-Albums des Jahres.

Tracklist:

  1. Predator Reign
  2. Thousand Spears Impale
  3. The Savage Covenant
  4. Crown Of Fire
  5. Devil Spawn
  6. Hellstorm
  7. Heretical Repugnance
  8. Annihilation Banner
  9. Triumphant Extinction
  10. Clangor Of Subjugation

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