Desolate Shrine – Deliverance From The Godless Void VÖ: 10.11.17, Dark Descent Records, Black/Death Metal

Desolate Shrine - Deliverance From The Godless Void
Desolate Shrine - Deliverance From The Godless Void

Seit der Gründung vor sieben Jahren blicken die Finnen von Desolate Shrine auf drei Alben zurück, die sich durch ihre finstere Mischung aus knallhartem Death Metal und grimmigem Black Metal etablierte. Passend zur kalten Jahreszeit brachten sie ihren vierten Rohling „Deliverance From The Godless Void“ hervor.

Ohne Intro, direkt auf den Punkt gebracht, startet das Teil mit „The Primordial One“. Der Song wirkt zwar brutal und die Mischung der beiden Genres gelingt echt gut, doch der Funke will nicht richtig überspringen, was heißt, hier kommt es leider nur irgendwie zu heißer Luft. „Lords Of The Three Realms“ knüpft mit ähnlicher Melodie an, wirkt im Konzept aber doch deutlich schleppender. Man könnte sagen, hier findet eine langsame Ausrottung statt nach dem Vernichtungskrieg des ersten Tracks. Gab es hier nur leider wieder keinen wirklichen Höhepunkt, so schauen wir uns an, was der dritte Track zu bieten hat. „Unmask The Face Of False“ ist auch wieder mehr in den Doom-Metal-Gefilden zu finden und geht sogar noch eine Spur weiter zurück als der vorangegangene Track. Allerdings wirken hier Instrumente und Gesang sehr überladen, so dass es einfach ein bisschen zu sehr nach Krach klingt. Mit „The Waters Of Man“ wird die Handbremse gelöst und man bekommt einen schönen harten Death-Metal-Song aufgetischt. Durch die Stimme des Sängers wirkt er sehr eigenständig, nicht so ein Standard-Rumgegrunze. Der Song gefällt gut und geht auch in den Nacken über.

Dann wird es ein kleines bisschen instrumentaler. Der nächste Track „The Graeae“ beginnt mit sachten Klängen und gibt einem Song auch mal ein passendes Intro zur Hand. Hinüber geht das Ganze wieder in die finster, schleppende Doom-Metal-Sparte und wechselt nach einem melodischen Part wieder zurück zum Death Metal. Dies klingt erst sehr gewagt, doch diesen Track haben die Finnen sehr gut umgesetzt. Da ist es schade, dass „Demonic Evocation Prayer“ eher wie ein 0815-Song rüberkommt. Hartes Geballer mit ein bisschen Geklimper zwischendurch vergehen leider in Schall und Rauch. Umso schöner drückt sich „The Silent Star“ durch die Anlage. Finster, hart, schön schleppend. Ein grandioser Doom-Black-Crossover, der sich hier bietet. Klasse Song! Mit „…Of Hell“ versucht die Formation aus Helsinki nochmal alles zu vereinen, wofür sie stehen, was leider nur mäßig gelingt. Wirklich schade für so einen Abschluss, da die letzten Tracks doch mehr überzeugt haben.

Das Album ist ein Für und Wider. Ich weiß zum Beispiel, dass ich es wahrscheinlich nicht noch einmal hören würde, einfach weil es kaum Emotionen aufbaut. Es fährt einfach straight auf der dunklen, finsteren Spur und weicht kein bisschen davon ab. Also ist es wahrscheinlich ein Album für Fans der wirklich, wirklich grimmigen Volksmusik.

Tracklist:
1. The Primordial One
2. Lord Of The Three Realms
3. Unmask the Face of False
4. The Waters Of Man
5. The Graeae
6. Demonic Evocation Prayer
7. The Silent Star
8. …Of Hell

Homepage: https://www.facebook.com/desolateshrine/

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