Dust Bolt + Pripjat

Es ist Freitagabend und in Hannover haben Dust Bolt aus dem Süden der Republik zur 2. Show ihrer aktuellen „Mass Confusion Tour“ ins „Lux“ gerufen. Unterstützung gibt es dabei von Pripjat aus Köln.

Tatsächlich ist der Club schon von Beginn an sehr gut gefüllt. Pünktlich um 20 Uhr erklingen die ersten Töne auf der Bühne von Pripjat. Die Stimmung ist von Anfang an auf einem sehr hohen Level. Die vier Jungs zeigen an diesem Abend vom Start weg, wo in Hannover der Thrash-Hammer hängt. Das Publikum honoriert das, und die freien Stellen vor der Bühne werden nach den ersten Tönen durch einen beherzten Schritt nach vorne aufgefüllt. Die gute Stimmung kommt auch von der Band. Man merkt den vier Jungs einfach an, dass sie Bock auf dieses Konzert und Spaß an ihrer eigenen Musik haben. Es gibt immer mal wieder Ausflüge ins Publikum und auch die Boxen an der Seite werden gerne mal erklommen und als Podest genutzt. Musikalisch hört man bei Pripjat dabei alte Vorbilder wie Kreator, Slayer oder Destruction heraus. Vor der Bühne fliegen dazu ordentlich die Haare und es gibt auch den ein oder anderen Circle Pit (auch gerne mal mit Gitarristen mitten drin). Nach etwas unter einer Stunde ist das Set zu Ende, und es geht nach einer Zugabe in die Umbaupause.

Schnell an der Bar ein Bier getrunken und weiter geht´s. Als Dust Bolt die Bühne betreten, ist diese in dichten Nebel gehüllt. Auch hier wird sofort klar, die Band hat Lust auf diesen Abend und Langeweile wird es weiterhin nicht geben. Und auch das Publikum scheint noch lange nicht müde zu sein. Die Songs vom mittlerweile dritten Album „Mass Confusion“ gesellen sich in der Setlist zu Songs der beiden vorherigen Platten. Dust Bolt liefern an sich klassischen Thrash Metal, angereichert mit den ein oder anderen modernen Einschlägen, was ihnen einen sehr individuellen Wiedererkennungswert verschafft. Energiegeladen werden die Songs präsentiert, und auch hier mangelt es nicht an sichtbarer Spielfreude bei den vier Jungs aus der Nähe von München. Während des etwas langsam gehaltenen „Distant Scream“ darf sich das Publikum mal kurz erholen von der körperlichen Ertüchtigung, ehe es weiter temporeich nach vorne geht. Als Zugabe werden zum Schluss noch einmal die Jungs von Pripjat mit nach oben geholt, und man reißt gemeinsam mit „Agent Thrash“ die Hütte endgültig ab.

Nachdem alles abgebaut ist, trifft man sich noch an der Bar oder vorm Club auf das ein oder andere Getränk und egal ob Bandmitglied oder Publikum, man sieht überall durchaus begeisterte Gesichter. Alles in allem also ein gelungener Konzertabend mit ordentlich Spaß und Bewegung auf und vor der Bühne. Genau so muss das sein!

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