Ektomorf – Fury VÖ: 16.02.2018, AFM Records, Thrash Metal/Hardcore

Ektomorf - Fury
Ektomorf - Fury

Mit Ausdauer und eisernem Willen sowie bestechender Geradlinigkeit ist Ektomorf-Chef Zoltán Farkas nicht nur das genaue Gegenteil von Martin Schulz, sondern veröffentlicht nun auch das zehnte Studioalbum mit dem Titel „Fury“.

Darauf enthalten sind zehn deftige Nackenschellen. Die Einflüsse aus der Sinti-Volksmusik hat man mittlerweile komplett über Bord geworfen, stattdessen gibt es achtsaitige(!) Gitarren. Die Riffs sind dabei ähnlich simpel und hart an der Grenze zur Stumpfheit, wie sie es schon immer waren. Selbiges gilt für die mit reichlich WahWah versehenen Soli, die klingen, als ob sie ein hirnloser Klon aus Kerry King und Kirk Hammet erdacht und gespielt hätte. Leider passiert aufgrund der extrem tiefen Gitarren zu viel auf den niedrigen Frequenzen, dementsprechend geht der Bass komplett unter und manche Riffs verschwinden regelrecht im Soundbrei. Ansonsten klingt die Platte so, wie man es von Produzent Tue Madsen kennt: Fett, laut und modern.

Des Weiteren hat sich ein leichter Death Metal-Einschlag breit gemacht. In „Blood For Blood“ sind sogar Blastbeats zu hören. Dies fällt auch im Riffing von „The Prophet Of Doom“ und „If You’re Willing To Die“ auf. Sonst ist alles so, wie man es von Ektomorf kennt und erwartet, obwohl vor den Aufnahmen drei von vier Bandmitgliedern aufgrund „persönlicher Differenzen“ gehen mussten. Grooviger Thrash trifft Hardcore und sozialkritische Texte. Einen Originalitätspreis wird die Band in ihrer Karriere nicht mehr gewinnen, aber statt der ewigen Soulfly-Vergleiche (obwohl es Ektomorf schon drei Jahre länger gibt) könnte man mittlerweile eher Machine Head als Referenz anführen.

Mit „Fury“ ist Zoltán Farkas ein gutes Album gelungen mit dem die Band ohne Probleme weiter ihren Weg gehen kann (und wird). Neue Fans hingegen wird man mit diesem Album nicht gewinnen.

Tracklist:

  1. The Prophet Of Doom
  2. AK 47
  3. Fury
  4. Bullet In Your Head
  5. Faith And Strength
  6. Infernal Warfare
  7. Tears Of Christ
  8. Blood For Blood
  9. If You’re Willing To Die
  10. Skin Them Alive

Über Padre 59 Artikel
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