Ghoul – European Bastards Tour 2017

Ghoul - European-Bastards-Tour 2017

Auf ihrer European-Bastards-Tour 2017 legten die US-Amerikaner von Ghoul ihren letzten Tourstop in Osnabrück ein, um den Bastard Club zu verwüsten. Vor dem Konzert wurde eifrig diskutiert, wie Ghoul wohl ihren Auftritt gestalten würden. Hinterher stand eigentlich nur noch eine Frage im Raum, nämlich wer die ganze Sauerei denn sauber machen wird.

Zunächst startete die Münsteraner Band Keitzer mit Death Metal, der einen leichten Grindcoreeinschlag ausstrahlte. Die Band ist hier im Bastard Club gut bekannt, da sie hin und wieder die Gelegenheit wahrnimmt, für namhafte Bands als Vorband zu agieren. Unter anderem waren sie hier vor einiger Zeit auch Support für Napalm Death. Keitzer legten mit viel Aggression und Geschwindigkeit los und gönnten sich nur wenige Verschnaufpausen. Die abwechslungsreichen und strukturierten Lieder sorgten für ordentliches Kopfnicken bei den Zuhörern. Trotz der Härte waren aber auch melodische Anreize in den Liedern. Ohne Punkt und Komma kam das Publikum so in den Genuss von sage und schreibe 10 Liedern.

Der Auftritt von Ghoul wurde mit einer Parodie über die Flüchtlingsthematik eröffnet, die zusammengefasst die übertriebenen Ängste der Bevölkerung widerspiegelte. Das fand ich sehr beeindruckend, zumal man einigen US-Amerikanern nachsagt, überhaupt nicht über gewisse Dinge nachzudenken. Die mit „Kartoffelsäcken“ maskierte Band legte danach auch sofort los mit ihrem Thrash Metal, der zwar nicht besonders abwechslungsreich war, aber immer wieder durch amüsante Auftritte zweier Statisten aufgewertet wurde, die Monster und Dämonen darstellten. Die den Amerikanern angeborene Redseligkeit kam zwischen den Songs auch klar zur Geltung, auch wenn ich immer nur einen kleinen Teil verstanden habe, weil sie ziemlich schnell gesprochen haben. Leider kam dann auch das gefürchtete Kunstblut zum Einsatz. Davon bekam ich auch eine volle Ladung ab, weil ich zum Fotografieren ganz vorne stand. Danach hielt ich Abstand. Das Ganze war eher ein Schauspiel, als eine musikalische Darbietung. Zu guter Letzt wurde noch ein ganzer Eimer mit Kunstblut unter die Leute gebracht.

Schlussendlich konnten die Konzertbesucher wieder eine interessante und amüsante Sunday Matinee erleben, die auf jeden Fall in Erinnerung bleibt. Letztendlich waren alle froh, im Bastard Club nicht für den Reinigungsdienst zuständig zu sein.

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