Halphas – Dawn Of A Crimson Empire VÖ: 15.12.2017, Folter Records, Black Metal

Nach der Gründung 2014 und einer Demo folgt nun das erste Werk der Rheinland-Pfälzer von Halphas. Der Name selbst entsprang der Ars Goetia und beschreibt den Namen eines dreizehnäugigen Dämons. Die Band findet in ihrem Werk Songs über eben diesen Dämon oder dem Satanismus oder gar den Tod.

Die Beschwörungsformel „Summoning“ eröffnet das Werk. Langsam bauen sich die Emotionen auf, die ein Bild einer Legion von Untoten in einer düsteren Festung erzeugen. Die darunter gesprochene Formel passt perfekt zum Opener des Albums. Da scheint „Call From The Dephts“ noch etwas befremdlich zu wirken. So werden hier zwar ordentliche Riffs unter ein schepperndes Schlagzeug gebaut, doch die Vocals wirken sehr befremdlich. Diese bewegen sich abwechselnd irgendwo zwischen gutturalem Gesang aber auch opernähnlichen Clean-Vocals. Darunter kann man sich dann Musik vorstellen, die wohl dem Old School Black Metal entsprang. Klang dieser Titel etwas gewöhnungsbedürftig, hauen einen die dicken Blastbeats von „Through The Forest“ um die Ohren. Der Rhythmus, gar die Rhythmuswechsel des Songs sind einfach klasse. Mehr braucht man dazu nicht sagen, denn der starke Track hat eine Spannweite von hart und schnell bis hin zu düster schleppend.

Dem Satanic Black Metal zugewandt klingt „Sword Of The Necromancer“. Kompromissloser kann kein Black Metal Song sein. Dieser Track geht nach Vorne, die Nummer ist stark. Aber vor allem macht sie wirklich Spaß beim Hören. An den starken Rhythmus schliesst auch „FMD“ an. Es geht nahtlos ineinander über, wobei „FMD“ im Verhältnis deutlich ruhiger gehalten ist und mehr mit schleppenden Elementen und Nackenbrecher-Beat überzeugt. Stimmungsvoll geht es dann weiter mit „Malice“. Die Gitarrenriffs sind ordentlich fetzig, bodenständig und was am wichtigsten ist: Sie sind eigenständig. Harter, stimmungsvoller Black Metal wird hier geboten. „Damnation Of The Weak“ wirkt da zwar etwas roh, doch dieser anknüpfende Song ist purer Black Metal, den man nur mit den folgenden Worten beschreiben kann: hart, brachial, finster, kalt und ungestüm. Es bildet sich schon fast der Höhepunkt des Albums. Aber eben nur fast, denn dieser gebührt hier wirklich dem letzten Lied des Albums. „Empire“ ist der harte Auszug des Albums, der die vorherigen Punkte nochmal aufgreift und in seiner neunminütigen Länge ein fulminantes Ende bereitet.

Ein einfach starkes Debütalbum, das Halphas uns bietet. Es gibt eine Bandbreite an Black-Metal-Bands, doch was man den Rheinland-Pfälzern bescheinigen kann, ist, dass sie herausstechen und nicht klingen wie andere Bands. Sie haben sich eigenständig einen Weg aufgebaut, auf dem sie hoffentlich bleiben. Man sollte auf jeden Fall in das Album reinhören.

Tracklist:

1. Summoning
2. Call From The Depths
3. Through The Forest
4. Sword Of The Necromancer
5. FMD
6. Malice
7. Damnation Of The Weak
8. Empire

Homepage: https://www.facebook.com/halphasofficial

2 Kommentare

  1. Merkwürdiges Review. Das Halphas Album wohl am 15.12. raus. Und die Songs heißen nicht „Fall from the Depths/Call from the Dephts“ oder „Malica“, sondern „Call from the Depths“ und „Malice“. Eventuell künftig mal Korrekturlesen bevor man was veröffentlicht.
    Gruß Kain

    • Hi Kain. Danke für den Hinweis. Wir bemühen uns und jeder Artikel wird Korrektur gelesen. Da ist uns dieses mal wohl was durchgerutscht! Ich hoffe das Review gefällt dir ansonsten und danke für den Besuch unserer Page!

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