Marauder benennen sich in Toxicator um – Interview mit Dominik Rothe

Nach dem Ausstieg von Sänger Jonas Mönter im vergangen Dezember zog die Emsdettener Thrash-Metal-Truppe Marauder nun einen Schlussstrich unter das Kapitel Marauder. Fortan geht es unter dem Namen Toxicator weiter. Wie es zu diesem Schritt kam, und was die Fans in Zukunft erwartet, erklärt Gitarrist Dominik Rothe im Heavy-Stage-Force-Interview. Passend dazu haben wir auch noch einmal das letztjährige Marauder Werk „Human Waste“ einem Soundcheck unterzogen.

HSF: Wie kam es dazu, Marauder aufzulösen und Toxicator zu gründen? Was waren die Hauptbeweggründe?

Dominik: Den Bandnamen zu ändern stand bei uns schon länger im Raum, nachdem es mehrfach zu Verwechselungen mit anderen Bands kam, die den gleichen Namen haben. Außerdem haben wir von einem Label das Feedback bekommen, dass Marauder einfach zu generisch und nicht gut vermarktbar sei. Allerdings wurden wir uns in der Band nicht einig darüber, ob wir eine Namensänderung wollen. Als unser Sänger Jonas Ende 2016 ausgestiegen ist, haben wir uns dann noch mal zusammen gesetzt und kamen zu dem Entschluss, einen klaren Cut zu machen. Dazu gehörte dann eben nicht nur, neue Leute in die Band zu holen, sondern auch den Namen zu ändern.

HSF: Wer gehört zur Besetzung von Toxicator? Gab es große Umbesetzungen gegenüber Marauder?

Dominik: Von Marauder sind unser Gitarrist Lars, Sascha am Schlagzeug und meine Wenigkeit an der zweiten Gitarre übrig geblieben. Den Bass bedient ab sofort Oli, den ich während meines Studiums an der Uni Paderborn kennen gelernt habe. Unseren Sänger Fabi kenn‘ ich jetzt auch schon ’ne Weile. Als Jonas seinen Ausstieg bekannt gab, hat er sich bei mir gemeldet. Ich wusste bis dahin gar nicht, dass er singen kann. Aber es hat nicht lange gedauert, da waren wir überzeugt, in ihm den richtigen Mann für den Posten gefunden zu haben.

HSF: Wie sieht die musikalische Zukunft von Toxicator aus? Wird die Geschichte von Marauder weitergeschrieben, oder können sich die Fans auf eine komplett neue musikalische Ausrichtung einstellen?

Dominik: In den fünf Jahren, die Marauder Bestand hatten, haben wir so einige stilistische Entwicklungen durchgemacht. In den letzten Jahren kristallisierte sich der Thrash Metal aber definitiv als unser Ding heraus. Deshalb wird’s jetzt auch in die gleiche Richtung weiter gehen. Unser Songwriting wird in Zukunft aber wesentlich stringenter sein. Das heißt nicht, dass wir nie wieder was Neues ausprobieren. Aber die Leute sollen wissen, was sie erwartet, wenn sie den Namen Toxicator hören.

HSF: Wird Toxicator in Zukunft Sachen von Marauder live spielen?

Dominik: Bevor Jonas seinen Ausstieg bekannt gegeben hat, hatten wir schon eine Tour für März in Israel mit unseren Kumpels von Black Sachbak organisiert. Mit Toxicator proben wir jetzt seit Anfang Januar. In gerade mal zwei Monaten genügend neue Songs für ein 45-minütiges Live-Set zu schreiben und zu proben, wäre unmöglich gewesen. Deshalb greifen wir auf alte Marauder-Songs zurück, um die Tour spielen zu können. Das wird auch erst mal so bleiben, bis wir genügend eigenes Material haben. Denn wir möchten so schnell wie möglich auf die Bühne, um den Namen Toxicator in die Köpfe der Leute zu bringen.

HSF: Wann kann man mit neuem musikalischem Output rechnen? Was habt ihr da für die nächste Zukunft geplant?

Dominik: Wir arbeiten aktuell an Demoaufnahmen für drei Songs und hoffen, dass wir noch vor der Israel-Tour die erste Kostprobe veröffentlichen können. Wenn es länger dauert, geht die Welt aber auch nicht unter. Wir werden nichts veröffentlichen, das unseren Ansprüchen an uns selbst nicht gerecht wird. Die Qualität geht da jederzeit vor.

HSF: Gibt es schon bestätigte Live-Termine?

Dominik: Wie gesagt sind wir im März für 10 Tage in Israel unterwegs. Es stand auch im Raum, vorher noch einen Gig in Münster zu spielen. Das hat aber aus organisatorischen Gründen leider nicht geklappt. Für Mai und Juni sind ein paar Sachen im Gespräch. Aber auch hier gilt, dass wir uns nicht zu viel Stress machen und Qualität eine große Rolle spielt. Pay-to-Play oder so’n Quatsch kommt uns jedenfalls nicht in die Tüte.

HSF: Was könnt ihr uns sonst noch mitteilen?

Dominik: Wir haben bereits viel Feedback zu unserem Neuanfang bekommen und es freut uns sehr, zu sehen, dass ein solches Interesse an unserer Musik besteht. Wir alle sind hochmotiviert, Toxicator so weit wie möglich zu bringen. Aber ohne euch geht das nicht! Man sieht sich im Club. Toxicate your mind!

HSF: Vielen Dank für das Interview

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Bunt is das Dasein. Und Granatenstark. Volle Kanne Hoschi.

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