Rock for Refugees

Unter dem Motto „Rock for Refugees“ fand am vergangenen Freitag in Münster ein Benefizkonzert zur Unterstützung der Flüchtlingshilfe statt. Der Gewinn aus dieser Veranstaltung wird  an lokale Flüchtlingshilfeeinrichtungen und –initiativen weitergegeben.

Liebhaber der etwas härteren Musik haben ja bekanntlich eine sehr soziale Ader und arbeiten häufig auch in sozialen Berufen. Somit war es nicht verwunderlich, dass sich zahlreiche Besucher für das Benefizkonzert in der Sputnikhalle eingefunden hatten, um Livemusik zu genießen und damit auch noch Gutes zu tun. Dabei ist zu erwähnen, dass die Bands auf ihre Gage verzichtet haben.

Die Münsteraner Band Eiter eröffnete den Konzertabend mit heftigem Grindcore-Geballer und dem dazugehörigen Grunz- und Kreischgesang. Dabei ließ die Band alles raus und verausgabte sich dermaßen, so dass die Lieder nur ein bis zwei Minuten Länge hatten. Völlig aus der Puste, sorgte der Sänger für zusätzliche Unterhaltung mit seinen etwas komischen Ansagen. Die nachfolgende Band Scrotem hingegen überzeugte mit ganz anderen Rhythmen. Die Lieder hatten einen unglaublichen Groove, der zum Kopfnicken anregte. Schon bald wird die Band ihr erstes Album herausbringen. Als Doom ‚n’ Roll bezeichnen die Schweden von Egonaut ihre Musik. Sehr eingängig und mit Keyboard-Klängen untermalt weist die Musik aber auch starke Gothik-Einflüsse auf. Insbesondere die letzten beiden Lieder waren sehr ansprechend. Bei den lokalen Thrash-Metallern Terrorblade fehlte mir eine weitere Gitarre. Die markanten Melodien der Lead-Gitarre gingen leider soundmäßig ziemlich unter. Ein zusätzlicher Mann könnte die Band durchaus verstärken. Anders war es bei Tankdriver. Da kam eine ordentliche Stoner-Wand aus den Lautsprechern. Die ortsansässige Band empfahl sich und wird von mir in die nächsten Konzertplanungen wieder mit aufgenommen. Es gab neben mir noch einige Konzertbesucher, die hauptsächlich wegen den Black Space Riders gekommen waren. Wir wissen ja alle, dass es sich um eine gute Liveband handelt. Sie haben meine Erwartungen jedoch noch übertroffen. Die Band setzte dem Abend eine Krone auf. Es war unglaublich, was für ein klasse Sound aus den Boxen kam. Die Instrumente kamen klar heraus, und die Lieder waren ein Ausdruck der Vielfalt. Das war definitiv ein erstes großes Konzerthighlight des Jahres. Leider konnte die Band aus Zeitgründen nicht alle geplanten Lieder spielen. Zwei Lieder der Setlist mussten ausgelassen werden. Danach wurde die Bühne gewechselt, und es ging weiter im Sputnikcafe mit Not Men. Ich begab mich jedoch schon auf den etwas längeren Heimweg Richtung Osnabrück und war immer noch ziemlich benommen von der überragenden Darbietung der Black Space Riders.

Setlist Black Space Riders:

  1. Stare At The Water
  2. The GOD-Survivor
  3. Universal Bloodlines
  4. Born A Lion
  5. Spacebomb
  6. Give Gravitation To The People
  7. Night Over Qo’nos (masRammey)
  8. Hide From The Spacelight
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MUSIC WAS MY FIRST LOVE ... AND IT WILL BE THE LAST

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