Satan’s Hallow – Satan’s Hallow

Satan's Hallow - Satan's Hallow

Release: 01. April 2017
Genre: Heavy Metal
Label: Underground Power Records
Homepage: Satan’s Hallow / Bandcamp

Heute möchte ich eine Band aus der Rubrik „Pflichtprogramm, nicht nur für Undergroundler, 2017“ vorstellen. Bei Satan’s Hallow handelt es sich um eine klassische Metal-Band aus Chicago/Illinois. Allerdings hat sich am Mikro hier weiblicher Gesang in Form von Mandy Martillo’s Sirene durchgesetzt. Und das zu Recht aufgrund des Leistungsprinzips und sonst nichts!

Man muss schon ziemlich tief gewühlt haben, um bereits 2015 von der ersten Single „The Horror“ etwas gehört zu haben. Allerdings entwickelte sich diese recht schnell zum Liebhaberstück, bevor die Band erstmals im „Deaf Forever“ gefeatured wurde. In der Folge durfte die Band, passend zum Release des selbstbetitelten Debüts, auf dem Keep It True Festival 2017 auftreten.

Größtenteils handelt es sich um bisher unbekannte Musiker. Eventuell könnte einem Steve Beaudette, Gitarrist bei den Speed-Metallern Lethal Shöck, oder Drummer Pat Gloeckle von den Power-Metallern Moros Nyx ein Begriff sein. Aber nun zum Wesentlichen …

Satan’s Hallow steigen mit  „Reaching For The Night“ gleich mit einem Ausrufezeichen in ihr Debüt ein! So viel Energie und Frische, wie einem hier direkt entgegenspringt, habe ich im klassischen Metalbereich schon lang nicht mehr erlebt! In Auszügen mag das bei Night Demon der Fall sein, aber Satan’s Hallow gehen zumeist ein wenig schneller, ja ungestümer zu Werke.

Dieses liegt vor allem an der fantastischen Sängerin, die sich fast zu überschlagen scheint, dabei aber immer souverän klingt. Vergleiche gefällig? Ne, die spare ich mir, denn Mandy klingt einzigartig. Die Instrumentalfraktion gibt ebenfalls alles und harmoniert klasse mit dem Gesang. Tolle Leads und ein schön natürliches Drumming tun das Übrige. Die Produktion ist insgesamt trocken und natürlich gehalten.

Klingt ziemlich perfekt? Ja, das ist schon nahe dran. Es fällt wirklich schwer, hier Songs herauszupicken, weil sie dich alle an den Eiern packen und zudem nie austauschbar klingen. Ich habe mich wirklich bemüht, aber meine Favoriten wechseln bei jedem Hördurchgang. Na gut, beim Schreiben dieses Reviews sind das „Black Angel“, mit völlig geilem Riffing, das aggressiv, fetzige „The Horror“ von der 2015er-Single und das fantastische „Beyond the Bells“.

Geschwindigkeitstechnisch fährt das Album erst beim namensgebenden Titeltrack ein wenig runter, was dem Song einen sehr rockigen Touch verleiht und zum richtigen Zeitpunkt kurz durchschnaufen lässt. Danach geht es jedoch unverändert weiter mit schnellem, melodischem Heavy Metal ohne zwingend Speed Metal zu sein.

Das was die Band insgesamt klasse drauf hat, sind die Breaks und Rhythmuswechsel, die einfach hervorragend funktionieren. Mandy hat eine sehr variable Stimme und kann sowohl gefühlvoll wie aggressiv, was sie bei „Moving On“ beispielsweise gut zeigen kann. „Still Alive“ ist dann wie zuvor „Satan’s Hallow“ wieder etwas grooviger und atmosphärischer. Sehr geil! „Beyond The Bells“ haut dann noch einmal alles raus und steckt einen mit seinem Grundriff an. Stillstehen geht einfach nicht. Großes Kino!

Ich denke man kann meine Begeisterung für diese Band beim Lesen fühlen. Deshalb rate ich jedem, sofort reinzuhören und in Begeisterung zu verfallen. Ich lehne mich schon einmal aus dem Fenster und sage: Debütalbum des Jahres! Viel Spaß dabei.

Tracklist:

  1. Reaching For The Night
  2. Choir Of The Cursed
  3. Hot Passion
  4. Black Angel
  5. Satan’s Hallow
  6. The Horror
  7. Moving On
  8. Still Alive
  9. Beyond The Bells

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