Skullhunter’s Diary + Aphrenety + Contrast + Abyss of Insanity

Am vergangenen Samstag lud der Osnabrücker Ostbunker wieder einmal zu einem feinen Underground-Konzert ein. Reich an Abwechslung gab es zwischen den Stahl- und Betonwänden dieses Festungsbaus eine ordentliche Ladung Death Metal mit gewohnt hoher Lautstärke auf die Ohren.

Die Band Abyss of Insanity startete mit ihrem selbstbetitelten Slam Death/Beat Down einen Stil, der durch den abwechselnden Grindgesang zweier Sänger überzeugte. Auch die Lieder hatten eine angenehm lange Spieldauer, was bei dieser extremen Musikrichtung durchaus nicht üblich ist. Durch die verminderte Geschwindigkeit konnte man sich gut auf die Lieder einlassen. Somit war dies ein gelungener Auftakt des Death Metal Abends.

Mit Nebel verhangen und in grünes Bühnenlicht getaucht, waren nur dunkle Schemen von der Band, die nun die Bühne betreten hatte, zu erkennen. Mit Ausnahme des Sängers waren zudem alle komplett in schwarz gekleidet und mit Kapuzen und Nylonstrümpfen verhüllt. Es bot sich somit ein düsteres Bild von der Band Contrast. Musikalisch jedoch breiteten unglaublich schöne Melodien der Leadgitarre eine angenehme Atmosphäre aus. Insgesamt gab hier neben dem zwingenden Growlgesang die Gitarrenfraktion den Ton an. Die aus dem Frankfurter Raum stammende Band fesselte mich bis zur letzten Minute. Gekonnt wurde hier Death Metal mit langgezogenen melodischen Parts aufgewertet.

Ebenso teilweise mit Masken verhüllt zeigte sich die Band Aphrenety aus Hamburg. Mit Doublebass und Blastbeat waren sie jedoch eine Spur schneller und härter unterwegs. Dabei wechselte der Sänger geschickt seinen Gesangstil zwischen Screaming und Klargesang in interessanter Weise. Zum Schluss des Sets hielt der Sänger noch einen Totenschädel in die Höhe, was die Düsternis dieses Auftritts noch einmal unterstrich.

Auf den Auftritt von Skullhunter’s Diary hatte ich mich besonders gefreut. Und zu meinem Glück hatten sie sogar ein paar andere Lieder in der Setlist, als bei ihrem Auftritt im Bastard Club vor rund einem Monat. Mit ihrem kräftigen Growlgesang und den melodischen Gitarrenparts brachten Sie sofort Stimmung, auch wenn die Bunkerwände etwas von der Genialität der Songs verschluckten. Mit „An Angel Farewell“ und „When Life Turns Into Coal“ hatten sie zwei Knaller dabei. Das Publikum hat die Band auch ziemlich abgefeiert. Leider war dann um 0:15 Uhr Schluss, weil es schon so spät war, obwohl bei den Anwesenden noch ein Song gegangen wäre. Schade, dass dies der letzte Auftritt von Skullhunter’s Diary für dieses Jahr in Osnabrück war. Wie schon an anderer Stelle gesagt, ist das derzeit eine der hoffnungsvollsten Bands im Osnabrücker Raum.

So ging ein abwechslungsreicher und langer Konzertabend vorüber, denn für die 5,- € Eintritt bekam man ordentlich was geboten und für jedermann Geschmack war etwas dabei.

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Setlist Abyss of Insanity
Intro
Cut Them Alive
20 Minutes
End Of Days
Nucular
Fuck Humanity
Sledgehammer Facefuck
Skinless
Revenge
Burn It Down
Kannibalensong
Abriss

Setlist Contrast
Intro + Erysichtons Hunger
Meereshirten
Grindadráp
Aurora Borealis
Thaumaturg
Intrinsic
Ataxie
Interlude + Der Aufstieg

Setlist Aphrenety
Life
Underworld
Black
Devour
Sculpturing
Conquered
Secrets

Setlist Skullhunter’s Diary
The Final Fight
The Unknown
Vicious Voice
An Angel Farewell
When Life Turns Into Coal
Pursuing The Path Of Vengeance
Omen
Imperium (Cover)
Scattered Ruins

Über Dark Angel 43 Artikel
MUSIC WAS MY FIRST LOVE ... AND IT WILL BE THE LAST

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