Sodom + Dawn Of Disease

Fuck Yeah! Endlich mal wieder ein geiles Silvesterkonzert in Osnabrück. Am vergangenen Samstag fand also im Bastard Club eine fette Metal Sause mit den Ruhrpott-Thrashern Sodom sowie den Osnabrückern Dawn Of Disease statt. Im Anschluss daran wurde das neue Jahr von den DJs Rogge und Tobi laut und stimmungsvoll eingeläutet.

Bereits als Dawn Of Disease gegen kurz nach halb neun auf die Bühne traten, war der Bastard Club richtig gut gefüllt und so ging die Party vor der Bühne auch direkt los. Mit gutem Sound und einem tollen Auftreten hatten Sänger Tomasz und seine Truppe das Publikum von Anfang an voll im Griff. Die Setlist, die überwiegend Songs der Alben „Crypts Of The Unrotten“ und „Legends Of Brutality“ enthielt, kam gut an und rief gleich mehrere Headbanger auf den Plan, die vor der Bühne allem Anschein nach mächtigen Spaß hatten. Langeweile kam also während des gesamten Gigs nicht auf, und so wurde die Band zum Ende dementsprechend auch standesgemäß mit reichlich Applaus und den in die Luft gestreckten Pommesgabeln verabschiedet.

Mit einem so gut eingestimmten und gelaunten Publikum hatte Sodom dann leichtes Spiel, den prall gefüllten Bastard Club innerhalb kürzester Zeit in einen siedenden Hexenkessel zu verwandeln. Wurde der Opener „In Retribution“ zwar noch etwas verhalten angenommen, ging es dafür beim zweiten Stück „In War & Pieces“ im Pit schon gut zur Sache. Der wenige Platz vor der Bühne wurde ordentlich zum Pogen, Headbangen und Klatschen genutzt, sodass sich im Handumdrehen eine amtliche Metalparty entwickelte. Aufgrund der niedrigen Deckenhöhe blieb die Anzahl der gefordeten Crowdsurfer sehr übersichtlich. Auch Tom Angelripper, Bernemann und Schlagzeuger Markus Freiwald hatten gut Spaß und zockten die Songs einmal mehr voller Hingabe runter.

Auch was die Auswahl der Songs anging, gab es aber mal so überhaupt nichts zu meckern. Neben einigen Songs des neuen Albums „Decision Day“ führte das Ruhrpott Trio bunt durch die reichhaltige Banddiskographie und ließ eigentlich keinen Klassiker aus. Gegen Mitte des Gigs wurde dann mit dem Motörhead Coversong „Iron Fist“ noch einmal dem großartigen Lemmy Kilmister Tribut gezollt. Gegen viertel nach elf grüßte Tom das Osnabrücker Publikum dann noch einmal ganz herzlich, wünschte einen guten Rutsch und verschwand von der Bühne.

Doch die Fans waren gut bedient worden und freuten sich darauf, den Abend beziehungsweise die Nacht mit den DJs Rogge und Tobi EL Dobre noch derbe zu feiern. Und das taten sie dann auch. Bis in die frühen Morgenstunden wurde zu Klassikern von Manowar, Savatage, Pennywise und vielen anderen eine denkwürdige Party gefeiert. Manch einer meinte gar, es sei die beste Fete gewesen, die der Bastard je gesehen habe. Und die beste Erkenntnis des Abends war dann wohl: „Endlich liegen die Festivals wieder vor uns.“ In diesem Sinne: Frohes Neues!

Setlist Sodom

  1. In Retribution
  2. In War & Pieces
  3. Sodomy & Lust
  4. Surfin‘ Bird [The Trashmen Cover]/The Saw Is The Law
  5. Outbreak Of Evil
  6. M-16
  7. Sacred Warpath
  8. Agent Orange
  9. Stigmatized
  10. Iron Fist [Motörhead Cover]
  11. Caligula
  12. City Of God
  13. Tired & Red
  14. Blood Lions
  15. Blasphemer
  16. Proselytism Real
  17. Nuclear Winter
  18. Rolling Thunder
  19. Remember The Fallen
  20. Ausgebombt
Über Erle 107 Artikel
Bunt is das Dasein. Und Granatenstark. Volle Kanne Hoschi.

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*