Bloodywood – Rakshak VÖ: 18.02.2022, Eigenproduktion, (Indian) Folk Metal

Hell Yeah, endlich ist es da. “Rakshak”, das lang erwartete Debütalbum der indischen Folk Metaller Bloodywood erblickte am 18.02.2022 das Licht der Welt. Damit macht die 2016 als Cover-Projekt gegründete Band aus Neu-Delhi nun den nächsten großen Karriereschritt. Das Album beinhaltet neben den bereits durch YouTube bekannten Songs “Machi Bhasad”, “Jee Veerey”, “Endurant” und “Yaad” auch noch sechs weitere Songs von denen der Opener Song “Gaddaar” bereits vorab veröffentlicht und ebenfalls mit einem YouTube Video bedacht wurde.

Artist:Bloodywood
Herkunft:Indien
Album:Rakshak
Spielzeit:47:13 Minuten
Genre:(Indian) Folk Metal
Release Date:18.02.2022
Label:Eigenproduktion
Link:www.bloodywood.net
Rhakshak

Damit ist “Rakshak” zunächst einmal eine gute Zusammenfassung des bisherigen Schaffens der Band. Aber diese Salami-Taktik bei der Albumveröffentlichung ist ja mittlerweile an der Tagesordnung. Da erstaunt es sogar ein wenig, dass es Bloodywoods wohl größter Hit “Ari Ari” nicht auf die Platte geschafft hat. Doch trotz der großen Anzahl der bereits bekannten Songs hat “Rakshak” durchaus etwas zu bieten. Der Truppe um die Gründungsmitglieder Karan Katijar und Jayant Bhadula sind nämlich die Ideen für hitverdächtige Melodien noch lange nicht ausgegangen, was sie auf dem Album unter Beweis stellen.

Nach dem mächtig nach vorne preschenden Opener “Gaddaar” legt die Band mit “Aaj” direkt auf sehr hohem Niveau nach. Der Synthie Anfang klingt ein wenig nach Falcos “Rock Me Amadeus”, wird aber sogleich mit traditionellen indischen Flötenklängen verbunden. Darauf folgt ein Wechselspiel aus gerappten Strophen und energiegeladenen, melodischen Refrains. Damit bewegen sich Bloodywood hier auf musikalisch absolut bekanntem Terrain.

Das ändert sich jedoch bei dem experimentellen “Zanjeero Se”. Das Stück wirkt mit seiner ruhigen Grundattitüde und dem Wechselspiel aus monotonen Rap-Passagen und weichem Gesang im Refrain sehr balladesk. Man fühlt sich ein wenig an Linkin Park erinnert. Im krassen Gegensatz dazu steht der wohl intensivste Song des Albums, “Dana-Dan”. Sänger Jayant Bhadula growlt sich hier quasi die Seele aus dem Leib und verleiht dem Stück damit einen enorm aggressiven Touch. Der Hardcore Vibe ist allgegenwärtig, wird aber zum Ende von indischem Frauengesang kontrapunktiert. 

Es folgen die drei bereits bekannten Stücke “Jee Veerey”, “Endurant” und “Yaad”, von denen jedes für sich die Besonderheiten des Bloodywood Sounds auf einzigartige Weise repräsentiert. Omnipräsent ist natürlich die klassische indische Flöte. Aber auch Dhol und Tumbi sind neben anderen traditionellen indischen Instrumenten zu hören. Verbunden mit dem mal aggressiven und mal einfühlsamen Rapgesang von Raoul Kerr erschaffen Bloodywood damit einen einzigartigen Sound, der vor Energie nur so strotzt.

“BSDK.exe” fällt mit seinem gewöhnungsbedürftigen Gangsta Rap und den tiefen Growls dann doch ziemlich krass aus dem Rahmen und klingt äußerst experimentell. Zum Abschluss gibt es mit “Chakh Le” dann aber noch einmal gewohnte Bloodywood Kost mit dem bekannten Wechselspiel aus indischer Folklore, treibenden Beats und harten Riffs.

Bloodywood haben mit “Rakshak” ein rundum gelungenes Album vorgelegt. Die Live Power, welche die Band bereits auf dem Dong Open Air, dem Wacken Open Air sowie einer Reihe ausgewählter Clubshows unter Beweis stellen konnte, wurde eindrucksvoll auf ein Album gebannt. Dabei bewegt sich die Band musikalisch überwiegend innerhalb ihres ganz eigenen Signature Sounds, experimentiert aber auch bereits mit neuen Einflüssen. Wenn die Jungs auf dem Niveau weitermachen, steht ihnen ganz bestimmt eine große Zukunft bevor.

Tracklist:

  1. Gaddaar
  2. Aaj
  3. Zanjero Se
  4. Machi Bhasad
  5. Dana-Dan
  6. Jee Veerey
  7. Endurant
  8. Yaad
  9. BSDK.ex
  10. Chakh Le

Line Up

  • Karan Katiyar (Gitarre, Flöte)
  • Jayant Bhadula (Gesang)
  • Raoul Kerr (Rap)
  • Sarthak Pahwa (Dhol)
  • Roshan Roy (Bass)
  • Vishes Singh (Schlagzeug)

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