Booze Control – The Lizard Rider

Released: 15.04.2016
Genre: Heavy Metal
Label: Infernö Records
Homepage: http://www.boozecontrol.de

The Booze is back. Knapp zweieinhalb Jahre nach ihrem letzten Output bringt die Braunschweiger Heavy Metal Truppe Booze Control nun ihr neues Album „The Lizard Rider“ an den Start. Auch auf ihrem neuen Longplayer gehen die Jungs wieder einmal keinerlei musikalische Kompromisse ein und bleiben ihrer straighten Linie des klassischen Heavy Metal treu.

Alles beim Alten könnte man also meinen, doch weit gefehlt. Sicherlich dominieren weiterhin die melodiösen, teils zweistimmigen Gitarren-Leads, der markante Gesang und die mitunter epischen Refrains. Gegenüber „Heavy Metal“ (2013) wirken die neuen Kompositionen aber deutlich reifer und durchdachter. Sowohl in Sachen Songwriting, wie auch im Arrangieren der Stücke haben die Jungs einen gewaltigen Schritt nach vorne gemacht. Als Anspieltipps seien in diesem Zusammenhang „Nevermore“ und vor allem „Fury Road“ genannt. Beide Songs überzeugen durch klasse Riffs, eingängige Refrains und werden auch nach mehrmaligem Hören nicht langweilig. Auf ganzer Linie überzeugen kann auch das an frühe Iron Maiden erinnernde „Vile Temptress“, zu dem die Band sogar ein Musikvideo veröffentlichte.

Die Songs auf „The Lizard Rider“ kommen kompakter und geradliniger als auf dem Vorgängeralbum daher, was die neue Scheibe insgesamt professioneller wirken lässt. Leider geht dadurch auch ein wenig das frische und unverbrauchte Feeling, das die Band auf „Heavy Metal“ (2013) noch hatte, etwas verloren. Nichts desto trotz haben Booze Control mit ihrem neuen Album einen würdigen Nachfolger abgeliefert und es wieder einmal geschafft, ein kleines Stück 80er Jahre Heavy-Metal-Romantik auf einen Silberling zu pressen. Für Liebhaber wird es die Scheibe sogar in einer Vinyl Ausgabe geben.

Der ganz große Wurf ist den Braunschweigern mit „The Lizard Rider“ zwar noch nicht gelungen, denn dafür klingt das Album im Ganzen doch etwas zu gleichförmig und vorhersehbar. Fans des Genres können aber bedenkenlos zugreifen, denn die Jungs liefern hier ein solides Stück Schwermetall auf hohem Niveau ab.

Tracklist:

  1. The Wizard
  2. Vile Temptress
  3. Lead The Trail
  4. Nevermore
  5. Rats In The Walls
  6. Gravelord
  7. Metal Frenzy
  8. Vera
  9. Fury Road
  10. Exciter

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Bunt is das Dasein. Und Granatenstark. Volle Kanne Hoschi.

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