Konzertbericht – Cannabis Corpse + Skullhunter’s Diary 15.03.18 - Bastard Club, Osnabrück

Cannabis Corpse

Kiffer Death Metal, so könnte man Cannabis Corpse am besten beschreiben. Zusammen mit den Local Deathern von Skullhunter’s Diary räucherten sie an einem Donnerstagabend den Bastard Club in Osnabrück aus und sorgten zumindest musikalisch für einen Trip.

Support your local Death Metal. Skullhunter’s Diary tapern zu Mackelmore`s „Thrift Shop Feat. Wanz“ auf die Bühne. Man war sich wohl mit der Wahl des Intros intern nicht so ganz einig, aber sei´s drum. 45 Minuten dürfen sie heute Krach machen, was ihnen auch ganz gut gelingt. Bassist Christian Dohle hat jedoch Probleme mit seinem Sender. Das Teil hängt bereits beim ersten Song lose aus seiner Tasche. Beim Stück „When Life Turns Into Coal“ von der aktuellen EP „Beyond A Mortal Being“ fällt der Bass sogar kurzzeitig aus, und man hört sofort, dass dieser ein wichtiges melodietragendes Instrument ist. Das Problem wird dann aber zum Glück schnell behoben, denn es folgt eine Basspassage, die man durchaus sogar als Solo bezeichnen könnte. Glück gehabt. Ansonsten läuft der Auftritt der Modern Death Metaller recht flüssig und unterhält super. Einziger Minuspunkt: Die Jogginghose von Gitarrist Yanis Leppich geht mal so gar nicht. Demnächst soll es dann auch das erste Album der Jungs geben, also seid gespannt.

Cannabis Corpse aus Richmond, Virginia, um den Municipal Waste-Bassist und Sänger Phil Hall betreten die Bühne und weedlastiger Death Metal erwartet uns. Die Band wurde nach eigener Aussage 2006 beim Kiffen und Cannibal Corpse-Hören gegründet, und das merkt man auch. „Immortal Pipes“, „Where The Kind Lives“ oder auch „Lunatic Of Pot´s Creation“, alles kommt dem Original sehr nahe. Die Band fackelt ein Feuerwerk… Pardon, eine Grasplantage an Hits ab. Manchmal frage ich mich, ob sie heimlich etwas Gras in die Nebelmaschine geschmuggelt haben, passen würde es ja. Wir lernen auch, dass man die Hände von Virginia Spice lassen soll und jeder Dealer, der es anbietet, den sofortigen Tod verdient. Beim Song „Blunted At Birth“ wird noch einmal die nicht nur namentliche Ähnlichkeit zu ihren Kollegen aus Buffalo NY bewusst. Ihr Live-Gitarrist hat übrigens eine erschreckende Ähnlichkeit mit dem WWE-Wrestler Erick Rowen (Das verstehen nur Fans des Catchens) und schafft es tatsächlich, seine Kabelverbindung auseinander zu bangen, weshalb er kurzzeitig mal aussetzen muss. Ist aber nicht so schlimm. Mit „Experiment in Horticulture“ und „Baptized In Bud“ als Zugabe wird dann der Set beendet, der mir etwas zu kurz vorkommt. Dafür dass heute übrigens Donnerstag ist, ist der Laden gut besucht, wenn auch weit entfernt von ausverkauft. Auch wenn die Lyrics der Band von diversen Rauchwaren handeln, blieb das Allgemeine Rauchverbot im Bastard Club bestehen. Aber dafür gibt´s ja oben noch die Bar. Guter Abend, wenn auch mit einem kleinem Ärgernis: Die Patches am Merchstand gehen für zwei Euro über die Theke. Mehr sind sie auch nicht wert, denn sie sind offensichtlich recht billig gemacht und fransen aus. Das hätte man etwas besser machen können. Dennoch ist das Konzert eine gute Vorbereitung auf das kommende Wochenende. Den Satz darf jetzt jeder selber interpretieren.

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