Goath – II: Opposition VÖ: 16.03.18, Van Records, Death Metal

Goath

Inspiriert durch den Death Metal der 90er Jahre, sagt man den Musikern von Goath eine besondere Härte und Gewalt in ihren Songs zu. Ihr neues Album „II: Opposition“ setzt genau da an und zerfetzt mittels musikalischer Kraft all ihre Widersacher.

Schon beim Hören des ersten Titels „Revenge“ kann man diese Kraft förmlich spüren. Roher Death Metal dröhnt aus den Boxen und der Titel scheppert einfach nur. Die Vocals haben mich zu Beginn sehr an Debauchery erinnert, doch klingt Goath ganz anders. Die Musik transportiert gekonnt diese Brutalität, die in ihr steckt. Dann folgt „Born Of Fornication“. Es klingt zu Beginn sehr nach norwegischem Black Metal, geht dann in die melodische Schiene und fährt kraftvoll auf ihren eiskalten Höhepunkt. Hier wird kräftig eingeheizt und der Dampfhammer rausgeholt. Wie eine Lokomotive geht es immer weiter geradeaus, ohne Stopp und Halt zerberstet  dieser Track einfach alles.
Das erste Drittel der Scheibe beendet der Namensgeber „Opposition“. Zunächst ist er sehr schwermütig, gar schleppend, geht dann aber auf das gewohnte von Goath vorgelegte Tempo und klingt erst zum Mittelteil ab, zeigt sich dann wie ein Folterwerkzeug, das langsam und fies den Nagel in den Schädel bohrt und dann mittels hartem Drumming doch wie ein Hammer reinschlägt. Der Aufwind bringt neuen Schwung in den Song, und es gibt sogar Parts, die jeder nach zweimal Hören mitgrölen kann.

Sacht weht der Wind zu „Source 0“. Das Intro überzeugt schon gut, als dann die langsam schreddernden Gitarren zum schleppenden Drum-Beat einsetzen. Der rein instrumentale Track kommt wie eine sachte Woge daher, klingt aber ambientisch und zeigt, dass Death Metal nicht nur hartes Geballer sein muss. Mit „Purity Of The Unseen“ gibt der fünfte Track wieder Gas. Im oberen Mid-Tempo-Bereich angesiedelt haben wir hier ein Lied, zu dem der Nacken gerne bewegt werden darf. Anschließend wird das Gaspedal wieder voll durchgedrückt und unter dem Zeichen von „Myth Of Forgiveness“ der absolute Untergang prophezeit. Das Stück zeichnet so ziemlich alles ab, was ein vernünftiger Death-Metal-Song braucht, und so finden wir sowohl Elemente des Oldschool-Death-Metals, als auch moderne Death-Metal-Elemente, die sich aber gekonnt zusammensetzen. So vereint bildet es einen vernünftigen und gut hörbaren Track.

Um noch einmal das Kriegsbeil auszugraben, hauen Goath mit „Enraged And Possessed“ eine gelungene Brutal-Death-Nummer raus. Das Tempo ist extrem hoch und die Beats des Schlagzeugers sind jenseits der Zählbarkeit, die Stimme dazu eiskalt und rau. Ein Titel, der nicht nur auf Scheibe richtig abgehen wird. Zieht „The All Devouring Fire“ zwar die Bremse, geht der Song doch in Mark und Bein. Nicht nur roh und ungestüm, sondern auch mit guten Riffs und harter Musik bietet der Track die passende Grundstimmung für das Finale von „Luciferian Devine“. Der letzte Track gibt alles. Wer Goath vorher noch nicht kannte, wird der Band hier in allen Facetten gewahr. Gar satanisch und sehr brutal schlägt die deutsche Combo ein letztes Mal zu.

Gekonnt von der ersten Note bis zum Ende haben Goath ihren Ruf als harte und aggressive Band verteidigt. Dabei haben sie aber nicht vergessen, Musik zu machen. Versuchen andere Bands mit Gegrunze und stupiden, harten Beats möglichst hart zu klingen, so scheint es umso mehr, dass Goath sich nicht mal bemühen müssen, diese Werte zu erreichen. Mit „II: Opposition“ haben wir ein Werk, das hoffentlich Gehör finden wird, denn es ist verdammt gut.

Homepage: http://goath666.com

Tracklist:
1. Revenge
2. Born Of Fornication
3. Opposition
4. Source 0
5. Purity Of The Unseen
6. Myth Of Forgiveness
7. Enraged And Possessed
8. The All Devouring Fire
9. Luciferian Divine

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