Havok + Panzer Squad

Mit zwei deftigen Thrash-Keulen in die (Konzert)-Woche starten? Warum eigentlich nicht?

So sahen das allerdings nur höchstens dreißig andere, weswegen die Lokalmatadoren Panzer Squad vor einem fast leeren Bastard Club beginnen mussten. Der deftige, mit Black Metal-Vocals angereicherte Thrash des Quartetts lockte aber dann schnell hinterm Tresen hervor und vor die Bühne. Aushilfsdrummer Hendrik versemmelte zwar zwischendurch ein paar Einsätze, trieb seine Vordermannschaft dafür aber mit einem umso heftigeren Punch voran. Da die Jungs ihr Equipment vor dem des Headliners aufbauen mussten, blieb das Stageacting eher zurückhaltend, nur Gitarrist Wulle rastete mal wieder gepflegt aus. Wirklich Bewegung gab es im Publikum auch nicht, aber auch weitaus mehr als Höflichkeitsapplaus. Außerdem dürfte das kürzlich (auf CD und Tape) erschienene Debütalbum „Coming To Your Town“ das ein oder andere Mal über die Ladentheke gewandert sein, Review von der Platte hier!

Auch wenn das letzte Album „Unnatural Selection“ den Langzeit-Test nicht wirklich bestehen konnte, zählen Havok aus Denver, Colorado immer noch zur Speerspitze junger Old School Thrash-Bands. Und um das zu unterstreichen legte das Quartett mit „Point Of No Return“ gleich ordentlich los. Dabei fiel auf, dass die vielen Touren im Vorprogramm von Megadeth die Band zu einer perfekt eingespielten Einheit gemacht haben, fast schon zu sauber für Thrash. Mit „Claiming Certainity“ gabs einen Ausblick aufs am Ende des Jahres erscheinende neue Album, der eher unspektakulär ausfiel und nach „Nummer sicher“ klang. Dafür gabs mit „Shit Shelf“ einen S.O.D.-artigen Song über deutsche Toiletten. Die Band spielte damit auf die hierzulande beliebten „Flachspüler“ an, bei denen man seine Ausscheidungen vor dem Abspülen noch begutachten kann. Ist meiner Meinung nach immer noch besser, als auf dem Schacht ständig den Arsch nass zu bekommen, aber die USA sind ja nicht nur da etwas anders gepolt… Nachdem das Intro zu „D.O.A.“ etwas daneben ging  wurde das Publikum mit „Give Me Liberty… Or Give Me Death“ und reichlich Nackenschmerzen nach Hause geschickt.

Setlist Panzer Squad:

  1. Bitten By A Cobra
  2. Nuclear Zoo
  3. Gangster Lies And Pizza Pies
  4. Blade Runner
  5. Satanic Nekrogoat
  6. Law Of Pride
  7. Equality Grinder
  8. Burning The World
  9. War Is Hell [Toxic Holocaust Cover]
  10. Death Triumphant

Bericht: Padre
Fotos: Dark Angel

Über Padre 62 Artikel
I use my anger as a tool, I feel the pain, I ain't no fool, I will not stack my rage upon the shelf, I'll always keep my negative self!

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