Lordi – Skelectric Dinosaur Sieben Alben - Sieben Reviews (ohne Jochen Busse) - Teil 5

Weiter gehts auf unserer prähistorischen Reise durch die Hirnwindungen von Mister Lordi. “Skelectric Dinosaur” führt uns zwar nicht ganz in die Zeit der Dinosaurier zurück und – auch wenn es der Titel suggeriert – nein, liebe Gamer, es hat auch nichts mit Horizon Zero Dawn zu tun. Der namensgebende elektrische Barney kommt auf dem Album gar nicht vor. Es geht in die 70er. 

Artist:Lordi
Herkunft:Finnland
Album:Skelectric Dinosaur
Spielzeit:31:50 Minuten
Genre:Disco/Rock
Release Date:15.02.2022
Label:AFM Records
Link:www.lordi.fi
CD-Cover Lordi - Skelectric Dinosaur

Richtig, “Skelectric Dinosaur” kann als das Disco-Album angesehen werden. Und das zu einer Zeit, als Disco-Musik noch aus handgemachtem Rock bestand. Mit dem Intro “SCG Minus 7: The Arrival” bekommen wir eine sphärische Orgel zu hören, die auch gut und gerne aus einem Horrofilm-Soundtrack jener Zeit stammen könnte. Fast könnte man das Gefühl haben, eine Mercyful Fate-Platte aufgelegt zu haben, denn eine hohe Kopfstimme, ähnlich der des Kings, setzt zu einem Singsang an, bevor eine verzerrte Mädchenstimme  “Monsters Are Comming” singt.

Ab hier wird es schwer für mich, das Album richtig einzuordnen. Einerseits ist die Musik, wie auch zuletzt auf “The Masterbeast From The Moon”, sehr radiotauglich – zumindest für die Stationen, die noch halbwegs Rock im Programm haben. Andererseits weiß ich auch, dass Lordi eines ihrer Alben als Disco-Album betitelt haben. Eine Ära der 70er, und mehr 70er, als auf diesem Album, geht fast gar nicht mehr.

Leider ist genau die zeitliche Epoche nicht gerade meine Stärke, weswegen ich hier kaum Referenzen zu anderen Bands ziehen kann. Generell sind Songs wie “Day Off Of The Devil” oder “Starsign Spitfire” aber recht gute Kompositionen, die gut ins Ohr gehen. Ein wirklicher Widerhakeneffekt, also dass es auf Anhieb hängen bleibt, stellt sich bei mir jedoch nicht ein. Ich bin aber vielleicht auch nicht die Zielgruppe dieser Musik. Bei “The King On The Head Staker`s Mountain” könnte ich mir allerdings schon vorstellen, mit einem Truck durch den Mittleren Westen zu fahren. Hat jemand Kontakte zu ‘ner Spedition in den USA? Missouri oder Wyoming?

Die Songs “Carnivore – Remasterd”, “Phantom Lady”, “The Tragedy Of Annie Mae” und “Blow My Fuse – Remastered”, welches in LoFi produziert wurde und dadurch recht dumpf klingt, sind allesamt mit einem E auf Spotify versehen. Dass heißt, das sind die bösen Songs. Na gut, immerhin singt Mr. Lordi im ersten der vier Stücke darüber, dass er gerne von einer Frau gegessen werden möchte.

Was die anderen Songs angeht, weiß ich allerdings nicht so genau, warum sie mit einem -Explicit- versehen wurden, aber speziell “The Tragedy Of Annie Mae” ist hierbei der Song, der mir am ehesten im Gedächtnis bleibt. Das liegt zum Teil auch daran, dass ich hier eine The Doors Gedenkorgel heraushöre. Das Outro  “… And Beyond The Isle Was Mary” ist ebenso wie “Blow My Fuse” sehr LoFi. Es sticht aber dadurch heraus, dass es etwas aus dem Rahmen fällt. Sanfte Regengeräusche und ein von Gitarre und Klavier getragenes Instrumental beenden den 5. Teil der “Lordiversity”. Zwei Scheiben stehen noch an. Bis nächsten Sonntag.

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