Mors Principium Est – Embers Of A Dying World

Release: 10.02.2017
Laufzeit: 50:05
Genre: Melodic Death Metal
Label: AFM Records
Homepage: http://www.morsprincipiumest.com

Der Tod ist erst der Anfang. Diese Aussage trifft für Mors Principium Est wohl die Faust aufs Auge, hätte sich die Band 2007 nach diversen Besetzungswechseln schon fast aufgelöst. Doch auch zehn Jahre später sind die Finnen immer noch da und präsentieren mit „Embers Of A Dying World“ nun ihr mittlerweile sechstes Studioalbum.

Und das Album hat es wirklich in sich. Nach dem ziemlich fetten orchestralen Intro „Genesis“, welches einen ansprechenden Spannungsbogen hat, liefert die Band mit „Reclaim The Sun“ sofort ein hochklassiges Melodic Death Metal Werk ab. Aggressive Gitarrenriffs stehen im Wechselspiel mit epischen Bombastelementen und lassen den Hörer in eine düstere, apokalyptische Welt abtauchen. Auch die folgenden Stücke „Masquarade“ und „Into The Dark“ halten das Niveau hoch und schlagen in eine ähnliche Kerbe. Hier kommt aber der markante Growl-Gesang von Ville Viljanen noch stärker zum Ausdruck.

Mors Principium Est haben im Laufe ihrer Karriere ihren ganz eigenen Sound kreiert, können ihre musikalischen Einflüsse, allen voran die frühen In Flames sowie Children Of Bodom aber keinesfalls verleumden. Ganz deutlich wird das bei „The Drowning“, welches vor allem rhythmisch an die Bodomkinder erinnert. Einen ganz anderen Schlag hat dann das sehr melancholische und an Sentenced erinnernde „Death Is The Beginning“, das durch die weibliche Unterstützung im Gesang noch etwas mehr Diversität in die Musik bringt. Das zeigt sich beispielsweise auch bei „The Ghost“, welches durch die tiefen Growls in Verbindung mit den Doublebass-Parts schon eher einen Black Metal-Charakter hat. Und weil das Mischen von Musikstilen so viel Spaß macht, wird bei „In Torment“ und „The Colors Of The Cosmos“ auch noch ein wenig mit Metalcore-Elementen gespielt. Auf den orchestralen Klangteppich verzichtet die Band hier weitestgehend und setzt stattdessen auf knallharte Drums und einen giftig beißenden Gesang. Das abschließende „Apprentice Of Death“ zeigt Mors Principium Est dann aber noch einmal von ihrer gewohnten Seite, bindet aber auch wieder die bereits genannten Black Metal-Elemente ein und hinterlässt somit einen schaurig-schönen Eindruck.

Abschließend kann man sagen, dass Mors Principium Est ein sehr vielschichtiges Album geschaffen haben, das vor allem von der düsteren Grundstimmung lebt. Bis auf wenige Ausnahmen sind die Orchesterelemente omnipräsent und prägen „Embers Of A Dying World“ massiv. Daher lässt sich das Album auch nicht als klassisches Melodic Death Metal Album betiteln, obwohl der musikalische Charakter durchaus gegeben ist. Das mag sicherlich auch daran liegen, dass die Junges im Gegensatz zu früheren Alben nicht mehr ganz so brutal schnell zu Werke gehen, sondern eher auf leicht epische Midtempo-Nummern setzen. Wer seinen Death Metal schnell, hart und roh mag, wird sich mit der Platte wohl nicht so recht anfreunden können. Wer hingegen auch fette Akkorde und melodiöse Gitarren mag, der wird mit „Embers Of A Dying World“ seine helle Freude haben.

Tracklist

  1. Genesis
  2. Reclaim The Sun
  3. Masquerade
  4. Into The Dark
  5. The Drowning (Bonus Track)
  6. Death Is The Beginning
  7. The Ghost
  8. In Torment
  9. Agnus Dei
  10. The Colors Of The Cosmos
  11. Apprentice Of Death
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Bunt is das Dasein. Und Granatenstark. Volle Kanne Hoschi.

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