Old Mother Hell – Old Mother Hell VÖ: 23.02.2018, Cruz Del Sur Music, Heavy Metal/Doom Metal

Old Mother Hell - Old Mother Hell
Old Mother Hell - Old Mother Hell

Normalerweise liegen zwischen Thrash und Doom Metal Welten, aber nach dem Ende von Hatchery (die beiden Alben waren übrigens super!) gründeten Drummer Ruben André und Bassist Ronald Senft Old Mother Hell. Hier wird nun, gemeinsam mit Gitarrist Bernd Wener, den langsamen Klängen gefrönt.

Im Rama Studio in Mannheim nahm die Band ihr selbstbetiteltes Debütalbum auf und veröffentlichte dieses zunächst in Eigenregie. Das Album bekam sowohl im RockHard als auch im Deaf Forever den Titel als beste Eigenproduktion der Ausgabe. Nach solchen Vorschusslorbeeren entschieden sich die Doom-Spezialisten von Cruz Del Sur Music dazu, das Album zu veröffentlichen. Mit „Another War“ starten Old Mother Hell noch sehr undoomig; der Song erinnert eher an Grand Magus zu „Hammer Of The North“-Zeiten. In „Mountain“ wird dann aber kräftig auf die Bremse getreten. In der Mitte nimmt der Song dann aber wieder an Tempo auf.

Auch „Narcotic Overthrow“ dürfte für Genre-Puristen eher wenig geeignet sein, für Leute wie mich, die bei Trouble oder Crowbar am meisten auf die schnellen Sachen stehen, offenbart sich hier aber ein regelrechter Hit. Die zweite Hälfte des Albums ist ebenfalls eher als „Uptempo Doom“ zu bezeichnen. Alle Songs punkten mit starken Riffs und Melodien. Der abschließende Titeltrack hätte auch Black Sabbath mit Tony Martin perfekt zu Gesicht gestanden. Insgesamt lässt sich der Stil, wie auch schon andernorts zu lesen, wohl als „Epic Power Doom“ bezeichnen.

Live eingespielt kommt das Album mit wenig Overdubs aus, allerdings hat der Gesang manchmal Probleme sich gegen die Wucht der Instrumente durchzusetzen. Zudem wurde auch auf sonstigen Schnickschnack verzichtet, Old Mother Hell sind ungeschliffen und roh – und das ist genau richtig so! Man fühlt sich fast durchgehend an Bands wie Atlantean Kodex, Argus oder Solstice (die Briten!) erinnert. Das direktere Vorgehen hier dürfte auch der Bandkonstellation als Trio geschuldet sein. Dennoch hat die Band mehr als genug Eigenständigkeit, um nicht als bloße Kopie durchzugehen.

Tracklist:

  1. Another War
  2. Mountain
  3. Narcotic Overthrow
  4. Howling Wolves
  5. Kneel To No God
  6. Old Mother Hell

Old Mother Hell bei Facebook: https://www.facebook.com/oldmotherhell/

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