Sould – We Are The Rising Four Wir stellen euch Sould, den Opener der HSN 3 vor

Sould
Copyright: Sould

Dieses Jahr haben wir uns als Opener etwas anderes ausgedacht. Gab es in den letzten beiden Jahren raue Klänge zur Eröffnung der Heavy Stage Night, setzen wir dieses Jahr auf eine Kombo, die ihren Stil als „Mixed Metal Arts“ bezeichnet. Doch was genau soll das eigentlich sein? Sebi hat sich in Lüdinghausen mit Sould getroffen, um Thommy (Gesang/Gitarre), Perry (Gitarre), Andy (Bass) und Peetz (Drums) mal ordentlich auf den Zahn zufühlen.

HSF: Zunächst möchten wir uns einmal für das Interview bedanken. Ihr seid der Opener unserer Heavy Stage Night, würdet ihr euch bitte einmal kurz vorstellen.

Thommy: Ja hi. Ich bin der Thommy und ich spiele eine der Gitarren und mach den Gesang. Warte, du meinst die Band oder? *grübelt kurz*.
Ja hi. Wir sind Sould aus Lüdinghausen oder Mia san‘ Sould aus München. Mir ist das egal. Nein Spaß beiseite. Wir sind Sould aus Lüdinghausen und wir machen „Mixed Metal Arts“. Also so nennen wir unsere Musik.

HSF: Solange macht ihr in dieser Konstellation noch keine Musik zusammen. Wie habt ihr zueinander gefunden?

Thommy
Copyright: Heavy Stage Force – Thommy (Gesang u. Gitarre)

Thommy: Das ist so, wie es eben mit den meisten Dingen anfängt: Durchs Saufen *Alle lachen*. Tatsächlich hat das alles auf dem Summer Breeze angefangen. Das war 2015 und da haben wir dann alle hart gesoffen. Und dann auf dem Summer Breeze 2016 haben wir auch hart gesoffen. Danach hat das geklappt.

Peetz: Wir haben uns vorher durch DucTTapE kennen gelernt. *Zeigt auf Andy und Perry*. Vorher kannten wir uns gar nicht. Andi und ich kannten uns flüchtig, da er diese Idee für DucTTapE mit seinem Bruder im Kopf hatte und wusste, dass ich Drums spiele. Für einen Auftritt auf einem Festival brauchten die dann unbedingt einen Drummer und da hab ich natürlich zugesagt. Das hat dann so 2 – 3 Jahre vor sich hin geplätschert, bis wir Thommy auf dem Summer Breeze kennengelernt haben. Da ist uns dann die Idee gekommen zusammen ernsthaftere Musik zu machen. Er ist dann ab und zu zur Probe gekommen und da haben wir gemerkt: Ey, da steckt ja noch viel mehr Potenzial drin.

Thommy: Im Endeffekt hab ich gesagt: „Passt auf Leute, das ist nicht so meine Mukke bei DucTTapE. Ihr macht das schön weiter so, wie ihr das macht und ich formiere mir ne‘ andere Band.“ Dann ging es relativ schnell, dass Peetz und Peter mit auf den Zug aufgesprungen sind, weil man einfach ernsthaftere Musik machen wollte. Andy ist dann nachgezogen. Er ist aber immer noch mit DucTTapE aktiv.

 

HSF: Ihr beschreibt euren eigenen Stil als „Mixed Metal Arts“. Was genau kann man sich darunter vorstellen?

Thommy: „Mixed Metal Arts“ hab ich damals mal so rein geschmissen, weil wir immer gesagt haben unsere erste Platte wird so heißen und weil die Leute uns immer gefragt haben, was wir eigentlich für einen Stil machen. Da ist eben von jedem was dabei. Es ist abgeleitet vom MMA, also dem Kampfsport. Das Mixed Material Arts, wo man ins Oktagon geht und dann ein Ringer einem Muay-Thai-Kämpfer gegenübersteht. Der Ringer geht dann natürlich zum Kämpfer, der denkt „Der kann mich nur packen“ und plötzlich tritt der Ringer dann zu. Und das ist genau so überraschend wie bei uns, wenn wir Gigs spielen. Im „Mixed Metal Arts“ ist halt irgendwie der Einfluss von jedem drin. Du gehst halt in den Ring wie beim MMA und du kannst dann alle Kampfsportarten.

Andy
Copyright: Heavy Stage Force – Andy (Bass)

Andy: Eigentlich die schwierigste Frage, uns zu beschreiben. Der eine Song fängt mit einem Hardrock-Riff an, dann ist da ein Corepart dazwischen. Dann gibt’s ein bisschen Thrash und Death und dann hörst du dir „Quit“ an und bist du schon wieder beim Punk.

HSF: Vorbilder sind für euch Bands wie Pantera oder Trivium. Welche Einflüsse sind für eure Musik ausschlaggebend?

Thommy: Boah, also Peetz ist eigentlich so der Pantera-Vergötterer, kommt aber aus dem Punk.

Peetz: Ich bin damals vom Punk zum Punkrock und dann zum Metal gekommen. Seitdem ich 15 bin, habe ich jetzt schon in mehreren Bands gespielt. Von da aus habe ich meinen Musikhorizont dann durch meinen Freundeskreis halt in Richtung Metal  erweitert. Das hat sich auch aufs Schlagzeug spielen ausgewirkt. Wie gesagt, wir kommen halt aus so vielen Musikstilen. Meine Wurzeln liegen zwar im Punkrock, gehen aber nun so in die Richtung Groove Metal oder halt Metal der 90er Jahre.

Andy: Ich passe auf, dass es nicht zu modern wird. Ich mache halt so ein bisschen den Oldschool-Part und will nicht, dass es zu sehr nach Korn oder Limp Bizkit klingt, oder wie dieser ganze neumoderne Scheiß. Deshalb pass ich auf, dass der 80er/90er Oldschool-Scheiß drin bleibt. So Richtung Motörhead oder Iced Earth.

Thommy: Perry ist zuständig für den ganzen Stonerkram. Der bringt auch immer den Kram mit, den keiner hört. Der ist auch der einzige, der immer noch ein Kassettenfach im Auto hat und die auch hört.

Perry: Ich war letztens auf einem Konzert und die hatten Kassetten da. Boah, ich musste mir die sofort kaufen. *Alle lachen*

Thommy: Bei mir war es so, dass ich halt relativ spät gelernt habe, Gitarre zu spielen. Das war 2006 oder so. Und mit den Bands, das kam alles auch viel, viel später. Deshalb bin ich auch deutlich später in den Metal eingestiegen. Ich bin eigentlich ein 90er Hip Hop-Kind und mach auch gerade aktuell wieder ein Album mit nem Kumpel. Von daher bring ich aus der Richtung wieder die Würze mit. Das geht dann zum Beispiel so Richtung Trivium.

Peetz
Copyright: Heavy Stage Force – Peetz (Drums)

Andy: Er hat mir zum Beispiel beigebracht, das Trivium richtig geil ist. Ich kannte die vorher gar nicht und ich kenn schon echt viel Metalkram. *Alle lachen*

HSF: Wenn ihr eure Musik jetzt jemanden beschreiben müsstet, der euch noch nie gehört hat, wie würdet ihr das machen?

*Es geht ein fragendes Räuspern durch die Band.*

Peetz:
Ich würde es wieder mit diesem Begriff „Mixed Metal Arts“ machen. Du stellst zum Beispiel James Hetfield von Metallica, Gary Meskill von Pro-Pain und Fat Mike von NOFX in einen Ring, lässt die sich untereinander auf die Fresse geben und guckst dann was dabei rauskommt. Oder du haust die halt in den Mixer und schaust was für ein Cocktail das wird. Ich finde auch dieses „Mixed Metal Arts“ hat gar nicht so viel Ausführung nötig, weil jeder halt den Sport kennt und auch weiß, dass da verschiedene Kampfstile aufeinander treffen. Da kommt eben aus vielen Genres einiges zusammen.

Andy: Dabei soll aber auch der Oldschool Kram keineswegs vernachlässigt werden. Damit meine ich, es muss immer möglich sein zu haedbangen. Man muss immer in der Lage sein dazu moshen zu können und das Gefühl zu haben „Geil, das passt, das groovt“ oder „Boah, das geht voran“.

Thommy: Selbst bei unserer Breite haben wir, egal wo wir bis jetzt gespielt haben, noch keinen gesehen – egal ob vor zehn oder vor fünfzig tausend Leuten *Alle lachen*. Es gab also keinen, der nicht mal nicht mit dem Kopf genickt hat. Irgendwann im Set zu irgendeinem Song. Das Problem im Metal ist halt, meistens bedienst du nur eine Richtung. Dann drehen sich 25 Leute um und sagen „Das ist nicht so meins“. Klar, bei uns gehen sich auch Leute ein Bier holen. Aber die, die vor der Bühne stehen fängst du eben doch irgendwie mit einem Song immer.

Peetz: Eigentlich wächst immer so nach dem dritten Song die Neugier bei den Leuten. Und dann wird es vor der Bühne voller, weil die Leute dann wieder ran kommen.

Perry
Copyright: Heavy Stage Force – Perry (Gitarre)

Thommy: Oft kommen die Leute auch nach dem Gig und sagen so: „Boah, der eine Song war richtig geil“. Klar sagen die auch, dass wir cool waren, aber meistens gehen die dann immer auf ein, zwei Songs ein. Wobei, es sind eigentlich immer andere Songs. Genau das ist auch unser Ziel: Wir wollen jeden auf unsere Art und Weise einmal erreichen.

Andy: Mir fällt da immer das  „Last Chance To Dance“ in Dülmen ein. Da steht so ein Typ: Oberkörper frei, lange Haare. Un der mosht da rum. Zwei Meter weiter steht da ne elfjährige, die dazu tanzt. Das beschreibt es ziemlich genau.

HSF: Wenn wir schon mal im Thema sind. Letztes Jahr war für euch die erste richtige Festivalsaison mit dem Höhepunkt auf dem „Last Chance To Dance“. Welche Eindrücke zieht ihr aus dem letzten Jahr?

Thommy: Wir hatten letztes Jahr nicht mal viele Gigs, aber es war schon echt cool. Wir hatten in Hagen einen Gig, der ein richtiger Abriss war. Der hat richtig Spaß gemacht. Hier bitte nochmal Grüße an Depraved Entity. Aber da wir alle beruflich und familiär sehr eingebunden waren, war dann nur noch das „Last Chance To Dance“.

Peetz: Das „Last Chance“ war mega geil und nach dem Gig war man ein bisschen wehmütig, dass man nicht mehr gemacht hat. Gerade auch wegen der Erfahrungen und dem Feedback der Leute. Ganz besonders hier mit Größen wie Mad Sin spielen zu dürfen, war schon Hammer. Im Backstage hat man sich super um uns gekümmert. Das war eine ganz neue Erfahrung. Das erste Mal mit Catering – da wird dann aufgefahren mit allem was dazu gehört. Das war schon der Höhepunkt unserer jetzigen Karriere.

Andy: Ich mein, wir haben nach Tyler Leads gespielt. Das ist schon was. Es war aber auch nicht einfach nach denen zu spielen, denn die reißen nämlich auch ordentlich ab. Geil war natürlich: So ein paar Leute die kennen dich ja, dann ist vor der Bühne so ein bisschen was los. Nach dem ersten Song gibt’s ein bisschen Applaus, aber nach dem letzten Song sah das vorne ganz anders aus. Es war rappelvoll. Da war richtig was los und die Leute haben uns so abgefeiert.

HSF: Dieses Jahr seid ihr Opener auf unserer Heavy Stage Night. Macht euch das eigentlich – neben den ganzen eingespielten und auch bekannten Bands – in irgendeiner Art und Weise nervös?

Thommy: Äh, Nein. Nein, Wir erleben das tatsächlich immer wieder. Jetzt auf dem „Last Chance“ nach Tyler Leads zu spielen. Ich mein, die reißen das Rock Hard als Festivalopener ab. Das muss man erstmal schaffen. Als wir dann gesehen haben, dass wir nach denen spielen hieß es nur “Challange accepted”, was soll man machen? Dann musst du eben alles geben. Jetzt sind wir zwar der Opener, aber trotzdem wollen wir das Gefühl vermitteln „Komm, hört uns mal zu“. Und am Ende schauen wir mal, wo wir landen. Wir sagen jetzt nicht, wir wären cooler als die anderen Bands, aber wir sind auch nicht angespannt, dass wir uns irgendwie einschüchtern lassen sollten.

Sould
Copyright: Heavy Stage Force

Peetz: Ein gewisses Maß an Aufregung und Respekt ist natürlich dabei, wenn man mit solchen Größen spielt. Im Endeffekt hofft man nur, dass die einen so behandeln, wie man die behandelt. Wir hoffen auf ein Handschlag, vielleicht sagt der ein oder andere ja noch, dass er uns gut fand. Wir haben alle richtig Bock, aber eine gewisse Anspannung und Nervosität ist natürlich dabei.

Thommy: Das ist aber nichts, was man nicht durch Bier wegspülen könnte *Alle lachen*.

Peetz: Wenn wir es als Opener schaffen, den ein oder anderen vom Barhocker vor die Bühne zu bewegen, haben wir schon viel geschafft.

Andy: Wir haben das aber schon mehr als einmal erlebt, dass die Band, die nach uns auf die Bühne kam gesagt hat „Scheiße, wir müssen nach euch spielen. Ihr ward total geil“. Klar, das waren Gigs auf einem anderen Niveau, aber wir wollen uns eben auch nicht verstecken.

Peetz: Wir sind halt auch motiviert, das Ding zu reißen. Es ist nicht so, dass man mit irgendwelchen kleinen Bands im Jugendzentrum nebenan spielt: Die Bands haben sich ja schon etabliert. Von daher ist das für uns wie eine Challenge, mit der man zeigen kann: Wir sind auch da.

HSF: Ihr hattet ja eine richtig geile Idee für die Heavy Stage Night. Wie genau seid ihr auf die Idee gekommen einen Bus anzumieten, der euch und ein paar Fans extra nach Osnabrück bringt?

Thommy: Wir haben tatsächlich mal von anderen Bands so etwas gelesen. Da Osnabrück jetzt nicht gerade um die Ecke ist gerade und weil ein Zugticket deutlich teurer ist haben wir uns gedacht,  mieten wir so einen Bus und nehmen ein paar Leute mit. Wir wussten schon, dass ein paar Leute gerne mitkommen wollten, aber eben nicht die Möglichkeiten haben. Den haben wir die Chance gegeben, sich bei uns zu melden. Dann besorgen wir den Bus und Bier. Wir haben zum Glück ein gutes Angebot bekommen. Klar, wenn es viel zu teuer gewesen wäre, wäre das Ganze nicht stemmbar.

Wir haben aber auch Leute, die wollen alleine kommen und die anderen wollten wir eben mit so einem geilen Angebot locken. Das Gute ist ja, wir haben dann schon ein paar Leute vor der Bühne, die mitsingen können und das als Opener. *Alle lachen*. Kommen da noch 20 andere dazu, dann sieht das da vorne schon wieder ganz anders aus. Dann wird’s schon fast zu einem Selbstläufer und animiert uns ja auch.

HSF: Was bereitet euch persönlich die meiste Vorfreude auf die Heavy Stage Night?

Sould
Copyright: Hevy Stage Force

Thommy: Das wir mal nicht hier in der Umgebung spielen, so spontan gesagt. Neue Stadt heißt auch neues Publikum, andere Organisation und das ganze Drumherum. Wir haben ja schon ein paar Gigs gemacht und das schöne ist, jeder arbeitet anders. Ich find es immer interessant irgendwo rein zu kommen, um dann zu gucken, wie das alles abläuft. Wie ist der Tonmann, wie wird der Ton gemacht und solche Sachen. Auch, dass wir wieder neue Leute und neue Bands kennen lernen.

Andy: Liest man sich die Berichte von den vorherigen Heavy Stage Nights durch, merkt man wie cool das war und man grinst halt jetzt die ganze Zeit, weil man sich drauf freut und man eben Teil davon sein will. Dann noch in die Vita schreiben zu können, mal mit Macbeth auf der Bühne gestanden zu haben – das hat was.

HSF: Auf was dürfen sich die Besucher während eures Gigs am meisten freuen?

Andy: Nackenschmerzen *Alle lachen*.

Thommy: Die bunte Mischung halt, die zieht sich wie ein roter Faden durch unsere Musik. Wir hoffen, dass der ein oder andere überrascht von uns ist. Wenn wir auf die Bühne gehen, sind wir eigentlich auch ziemlich offen. Oft stehen Bands ja geschlossen, wie so eine Einheit auf der Bühne. Das ist bei uns gar nicht angesagt. Wenn wir auf die Bühne gehen, dann ist da Kontakt zum Publikum.

Andy: Wir freuen uns auch immer auf die Reaktionen, weil wir eben keine typische 0815-Band sind. Sei es die Stimme, sei es unser Stil. Wir sind halt nicht die typische Metalband und die Reaktionen sind halt durchweg positiv. Thommy hat ja auch nicht die typische Metalstimme. Ich wüsste auch keine Band, die vom Gesang her ähnlich klingt.

HSF: Beim ersten Hören, hatte es mich damals sehr an Rise Against erinnert.

Thommy: Das haben wir schon 4333mal gehört. Wir haben auch schon mal überlegt in diese Alternative-Schiene zu gehen. Ich meine unser „Rising Four“ klingt auch ein wenig so. Hier und da ist die Musik auch ein bisschen Punklastiger. Wir haben auch mal überlegt nur die Richtung zu machen, haben dann zwei Songs geschrieben, aber schnell gemerkt, das bockt nicht. *Alle lachen*.

HSF: Jetzt noch einmal zurück zur Musik. Ihr habt ja schon ein paar Live-Session-Videos, aber wie sieht es denn eigentlich mit einer eigenen Platte aus?

Heavy Stage Force
Copyright: Heavy Stage Force

Thommy: Ja, die ist quasi schon… Also die ist… eigentlich schon fertig. Da sind schon viele Songs aufgenommen. Aber da wir jetzt, was das Songwriting angeht ein ziemlich hohes Tempo gegangen sind haben wir jetzt schon wieder 3 bis 4 neue Songs, die wir aber auch gerne  auf der Platte drauf haben möchte. Auf der anderen Seiten haben wir wieder Songs, die nicht mehr auf die Platte sollen. Wir müssen halt ein Ding mal fest machen. Da sind wir auch dran und haben unser Zeug auch schon zu knapp 70% aufgenommen. Es kommen noch zwei Songs dazu, dann kommt die Scheibe bald raus. Das soll dann aber eher in Richtung EP oder Demo gehen, damit man was hat, das man den Leuten auch mal in die Hand drücken kann. Schön fürs Auto oder so.

HSF: Wenn ihr neue Songs schreibt, wie gestaltet sich dann das Songwriting?

Thommy: Schwer… *Alle Lachen*. In der Vergangenheit war es immer so, dass beim Jammen immer mal ein cooles Riff entstanden ist, auf dem wir aufbauen konnten. Zu Hause sitz’ ich auch manchmal vor meinem Looper und mach einfach. Dann bring ich was mit und dann ist das eher so, dass wir das in die Mitte werfen und gucken ob wir da was draus machen können. Dann dauert es eine Probe bis wir meist schon ein Gerüst haben. Danach brauchen wir noch eine Probe für den Feinschliff. Zum Schluss kümmere ich mich um einen Text dafür.

Peetz: Zu Thommy muss man halt auch sagen, dass er unser Hauptmotor ist. Wir sind wie so ein Hybridauto. Wir sind die drei Elektromotoren, die das Ganze unterstützen, aber er ist der Verbrenner der eigentlich die Power entfesselt.

Andy: Wir machen es aber auch so, dass wir einen Song, nach dem Aufnehmen einfach mal ein bis zwei Wochen liegen lassen und ihn uns dann wieder anhören. Gerade auch um ein gewisses qualitatives Level zu halten und nicht jeden Mist in die Songs zu packen. Klar, die Songs kommen nicht mehr so schnell wie zu Beginn der Band, aber dafür wird der brauchbare Output immer mehr.

HSF: Fünf Jahre weiter. Wo seht ihr Sould?

*Andy fängt bereits breit zu grinsen an*.

Thommy: Das ist so eine Frage, die kann Andi, unser Träumer, gut beantworten *Alle lachen*.

Heavy Stage Force
Copyright: Heavy Stage Force

Andy: Ich sehe eben unheimlich potenzial da drin, weil wir immer wieder die Reaktionen kriegen. Und ich stand zum Beispiel letztes Rock Hard morgens beim Opener – bei Tyler Leads – und hab gedacht, wie verdammt gut die sind. Man träumt halt davon. Ob das so machbar ist mit Familie und allem ist die andere Frage. Mir würd’s schon reichen, den Traum zu erfüllen mal auf dem Talge Open Air auf der Bühne zu stehen, jetzt wo ich 20 Jahre am Stück zu dem Festival fahre. Nach oben ist ja bekanntlich keine Grenze, wobei es heute echt schwierig ist. Aber eine Bühne wo unser 3×4-Meter-Banner hinpasst wäre schon geil.

Perry: Ja Talge, oder diese kleine Bühne auf dem Summer Breeze, wäre natürlich mega. Hier, die Camel Stage – das ist aber halt ein Traum.

HSF: Vielen Dank soweit. Gibt es noch etwas, dass ihr unseren Lesern sagen wollt?

Andy: Ich könnte jetzt ausholen und eine Stunde reden *Alle lachen*. Ich find’s einen Traum, dass in den Zeiten von Streaming und Facebook und dem ganzen Mist, Leute wirklich noch ne Metalzeitung lesen. Dass die sich nicht diese gecastete Scheiße anhören, sondern einfach Metal hören. Sich die Zeit nehmen, sich eine CD einzulegen und sich einfach hinsetzen und das Album genießen. Das finde ich großartig. Das sich Leute noch die Mühe machen, sich einen Bericht durchzulesen über ein Album, dass man nicht kennt – in Zeiten von Spotify – das ist richtig großartig. Ich hoffe auf der Heavy Stage Night sind auch viele Kuttenträger dabei, um ein bisschen den Oldschool zu bewahren…

Sould
Copyright: Sould – von Links: Andy (Bass), Thommy (Gesang u. Gitarre), Perry (Gitarre) und Peetz (Drums)

Das Team der Heavy Stage Force bedankt sich noch einmal für den Abend im Proberaum von Sould. Es hat sehr viel Spaß bereitet, wir durften einiges an Musik hören und freuen uns schon das Quartett aus Lüdinghausen als Opener der Heavy Stage Night 3 begrüßen zu dürfen.

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