Spectral – Arctic Sunrise

Release: 13.01.2017
Genre: Black Viking Metal
Label: Boersma Records
Homepage:  https://www.facebook.com/metal.spectral/

Einsteigen, anschnallen und festhalten! Denn die selbsternannten Black Viking Metaller von Spectral sind zurück und nehmen dich auf ihrem nunmehr sechsten Machwerk „Arctic Sunrise“ mit auf eine rasante musikalische Reise, die vor Kraft und Aggressivität nur so strotzt.

Direkt nach dem gesprochenen „Intro“ hauen die Jungs aus der Vulkaneifel mit „Artic Sunrise“ den Titeltrack des Albums raus und geben damit schon mal eine gute Zusammenfassung von dem, was den Hörer in den nächsten etwa vierzig Minuten erwarten wird. Geniale Gitarrenriffs, hymnische Melodien, ein alles niederwalzendes Schlagzeug und dazu den böse keifenden Gesang von Frontmann Vidar.

Dabei verstehen es die Jungs von Spectral auf eindrucksvolle Weise, die Aggressivität des Death- und Thrash Metals mit der Kraft des Power Metals und dem Epos von düsterem Black Metal zu verbinden. „Evil Takes Control“ beispielsweise klingt nach gutem alten Thrash Metal und kommt hart und kompromisslos rüber. „Invaders“ wiederum lebt von seinem unüberhörbaren Speed-Metal-Einfluss, der den Song zu einem Highlight des Albums macht. Mit einer gewissen Folk-Metal-Attitüde und einem ungemein eingängigen Refrain kommt das bereits vorab erschienene „In Battle With Fire & Steel“ daher. Außerdem zeigt die Band hier, dass man auch mit lediglich dezent eingesetzten Keyboards extrem viel Atmosphäre schaffen kann. Kurz vor dem Ende führen Spectral den Hörer mit „Path Of The Damned“ dann aber doch noch einmal etwas aufs Glatteis, denn was da als doomig/melancholischer Black-Metal-Brocken beginnt, entpuppt sich zum Ende gar als gut abgehender Headbanger mit ansprechendem Solo. Und auch „Vengeance In Blood“ verlangt dem Mattenschwinger noch mal so einiges ab, wechselt es doch ständig zwischen groovig stampfenden Midtempo-Parts und rasenden Doublebass-Parts. Mit dem letzten Lied „Fuck Off And Die (Metal Is Forever)“ bekennen sich die Jungs noch mal deutlich zu der Musik, die wir alle so lieben und liefern damit eine echte Partyhymne ab, die mit großer Sicherheit auch live derbe zünden wird.

„Arctic Sunrise“ ist ein klasse Album, auf dem Spectral ihren ohnehin schon sehr eigenen Stil weiter verfeinert und verbessert haben. Klangliche Parallelen lassen sich zum 2009er Album „Evil Iron Kingdom“ ziehen. Was die Produktion angeht, hätte ich mir an einigen Stellen vielleicht etwas mehr Wums gewünscht. Dafür klingen die Stücke aber durchweg authentisch, roh und nach Underground, was auch seinen Charme hat. Wer musikalisch irgendwo in der Schnittmenge von melodischem Black Metal und Death Metal zu Hause ist, sollte hier auf jeden Fall mal ein Ohr riskieren.

Tracklist

  1. Intro
  2. Arctic Sunrise
  3. Evil Takes Control
  4. Invaders
  5. Nuclear Assault
  6. In Battle With Fire & Steel
  7. Path Of The Damned
  8. Vengeance In Blood
  9. Fuck Off And Die
Über Erle 129 Artikel
Bunt is das Dasein. Und Granatenstark. Volle Kanne Hoschi.

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.