Streams Of Blood – Ultimate Destination MMXVII

Release: 12.05.2017
Genre: Black Metal
Label: Blasphemy Halls
Homepage: http://www.streamsofblood.com/

Was beim ersten Mal nicht klappt, wird dann beim zweiten Mal besser. So könnte man die neue Platte „Ultimate Destination MMXVII“ der Black-Metal-Kapelle Streams Of Blood beschreiben. Wurde das aktuelle Album „Allgegenwärtig“, welches im Frühjahr 2017 erschien, hochgelobt, hat sich die Band dazu entschieden, das im Februar 2013 erschienene Werk „Ultimate Destination“ noch einmal herauszubringen. Ziel war es, die nicht gut gemasterten und gemixten Songs noch einmal zu überarbeiten, damit sie wärmer und druckvoller klingen.

Dies machte mir etwas Sorge, so dass ich sofort in die ursprüngliche Version von „Ultimate Destination“ reinhörte. Zwar ist der Sound relativ blechern und teilweise ziemlich gedämpft, klang das Album doch gar nicht schlecht – es war halt harter, roher Black Metal. Dies braucht einen irgendwo nicht wundern, da Teile der Band unter anderem bei Belphegor oder Panzerchrist spielen. Die neu gemasterte Version des Albums klingt dann doch deutlich wärmer und in ihrem Klangbild sehr sauber. Nach ihrem sehr klischeehaften Intro aus Kirchenglocken und schweren Riffs wird dann auch gleich losgebrettert. Wie schon erwähnt, gibt es dann bei „Road To Ruin“ oder „Temple Of Blood“ kompromisslosen Schwarzmetall. Drückende tiefe Riffs wetzen sich durch die Anlage und gar prophetisch erklingt dazu die tiefe Stimme des Sängers Thymos. Was erst einmal gar nicht schlecht klingt, wird spätestens beim vierten Track „I Have The Might“ langweilig. Die Klangbilder scheinen immer gleich zu bleiben. Es wird immer weiter geschreddert und die Atmosphäre bleibt einfach aus.

Die erste leichte Abwechslung bietet erst „Inner Tyrant“ mit seinem leicht melodischen Gitarrenspiel. Dennoch muss es kommen wie es soll – der Song fällt ins alte Schema zurück, und es gibt wieder Geballer auf die Ohren. Komisch wirkt „Beast Reflect“. Der Song kommt total gedämpft im Sound daher, dass ich mich frage, ob er überhaupt überarbeitet worden ist – oder ob es sich für die Band hier nicht mehr gelohnt hat. Dennoch klingen die Folgetracks „The Master“ und „Von Der Realität Ins Ewige Licht“, das lediglich nur durch seine deutschen Lyrics überzeugt, wieder gut bearbeitet. Über den letzten Track „New World Order“ braucht man auch nicht viel zu sagen. Er klingt fast genauso, wie sämtliche andere Tracks vorher auch. Viel Abwechslung bietet die Scheibe leider nicht.

Ein Remaster herauszubringen ist nicht immer verkehrt, jedoch macht es bei „Ultimate Destination“ meiner Meinung nach keinen Sinn. Die ursprünglichen Tracks wirken zwar etwas blechern, haben aber dadurch eine unverkennbare Atmosphäre, die auf diesem Album einfach fehlt. Zudem fehlt dem Album einfach die Abwechslung und das gewisse Etwas. Die Scheibe klingt halt sehr nach standardmäßigem Black Metal. Fans, die diesen rohen Klang lieben, werden die Platte mögen. Für viele andere bleibt die Scheibe leider nur 0815-Black-Metal.

Tracklist
1. Intro
2. Road To Ruin
3. Temple Of Blood
4. I Have The Might
5. Bringer Of Light
6. Inner Tyrant
7. Beast Reflect
8. The Master
9. Von Der Realität Ins Ewige Licht
10. New World Order

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