Uada – Cult Of A Dying Sun VÖ: 25.05.18, Eisenwald, Black Metal

Uada – Cult Of A Dying Sun

Die amerikanische Band Uada wird so manch einem noch ein Begriff sein. Das Quartett aus Portland gilt nicht nur als einer der Senkrechtstarter des Black Metals, sondern hat dieses Jahr schon einen der Headlinerslots auf dem Culthe Fest 2018 in Münster belegt. Bedenke man nur, dass „Cult Of A Dying Sun“ gerade mal das zweite Album der düsteren Truppe ist, so ist es bemerkenswert, was die Vier seit ihrer Gründung 2014 gemeistert haben.

Zu Recht, denn schon der Opener des neuen Albums geht mehr als nach vorne. Hier trennt man sich von lästigen Black Metal-Intros, sondern setzt direkt auf den roten Faden. Der erste Track bietet schon den passenden Aufhänger für das gesamte Album, und das ziehen die Amerikaner eiskalt durch. Man bewegt sich irgendwo zwischen ungestümem Old-School Black Metal und satanisch vermutendem Melodic Black. Auf der einen Seite haben wir infernale Blastbeatgewitter, auf der anderen geschwungene Gitarrenriffs. Eine Kombination, die das gesamte Album über gut funktioniert. Atmosphärisch düster, hängt sich die Stimmung der Tracks wie eine Regenwolke über das Gemüt. Man könnte schon sagen, das Album bietet in einigen Bereichen schon vernünftige DSBM-Passagen. Hinzu kommt die extreme Länge der Songs, die sich im Normalfall an eine Grenze von über acht Minuten hält. Allerdings gibt es auch hier und da ein paar Mankos. So wirkt der doch manchmal perfekte Sound schon etwas zu perfekt und abgestimmt. Demnach bleibt dem Album keineswegs ein richtiger Höhepunkt, wenn auch jeder Track für sich stimmig funktioniert. Es klingt schon komisch, wenn man sagt, dass das Werk so gut ist, dass es schon fast wieder schlecht ist, aber meine Meinung trifft es damit am besten. Das soll nicht heißen, dass das Album schlecht ist – Für mich funktioniert es nur leider nicht, wenn etwas zu gut durchdacht wirkt. Da fehlt dann irgendwo das Menschliche in der Musik.

Jedenfalls, um damit zum Abschluss zu kommen, ist „Cult Of A Dying Sun“ wirklich kein schlechtes Album, sondern für mich eher eins von der Kategorie „Einmal gehört und nie wieder angefasst“. Uada bieten eindeutig Black Metal für die Massen. Genreeinsteiger werden sich über dieses wirklich gute Werk freuen, aber ich denke, dass es Kennern zu sehr Mainstream sein könnte.

Homepage: https://www.facebook.com/OfficialUADA

Tracklist:
1. The Purging Fire
2. Snakes & Vultures
3. Cult Of A Dying Sun
4. The Wanderer
5. Blood Sand Ash
6. Sphere (Imprisonment)
7. Mirrors

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