5 Jahre Moshzone – Die Metalparty in Osnabrück mit Kyler und Booze Control

Fünf Jahre Moshzone in Osnabrück! Na wenn das kein Grund zum Feiern ist. Das dachten sich auch die Veranstalter Tobi und Äc und luden am vergangenen Samstag zur großen Jubiläumsparty in den Bastard Club ein. Neben diversen Gast DJ`s, wie der Wrecking Crew und einem Special Gig von Saure Eier hatte man mit Kyler aus dem Schwarzwald und Booze Control aus Braunschweig auch noch zwei potente Live-Bands am Start. Der Grundstein für einen tollen Abend war also gelegt.

Den Anfang machten gegen kurz nach acht Kyler. Die Black Forest Rednecks sorgten mit ihrem kraftvollen Groove Metal auch sofort für gute Stimmung in den Katakomben des Bastard Clubs. Rotzige Gitarren gepaart mit einem druckvollen Bass und einem ziemlich lässig gespielten Schlagzeug ließen die Köpfe der anwesenden Headbanger von Anfang an im Takt wippen. Auch Frontsau Kai Ellermann machte sowohl in puncto Gesang als auch Stageacting eine gute Figur. Der Mixer hatte der Band zudem einen ziemlich arschtretenden Sound verpasst. Fans von Bands wie Pro Pain oder Pantera kamen hier voll auf ihre Kosten.

Einen ganz anderen Ton schlugen dann Booze Control an. Die Braunschweiger Truppe um Sänger David Kuri spielte klassischen Heavy Metal im Stile der NWOBHM. Auch das Outfit der Musiker sowie ihr Auftreten auf der Bühne passte perfekt in dieses Konzept. Man hätte fast meinen können, sie wären versehentlich mit Marty Mc Fly‘s Delorian direkt aus den Achtzigern nach Osnabrück gekommen. Altbacken war die Musik von Booze Control allerdings bei weitem nicht. Und auch wenn der Sound zu Anfang des Gigs ziemlich mies und übersteuert war, so machten die Jungs doch eine ziemlich starke Show. Die eingängigen Melodien und coolen Hooklines von Stücken wie „Strike The Earth“ oder „Outlaw“ kamen beim Publikum gut an und sorgten für reichlich bangende Köpfe. Auch die Band schien ordentlich Spaß zu haben und poste auf der Bühne schon fast wie die ganz Großen. Zum Ende des Gigs sorgte die Band mit dem Warlord Cover „Child Of The Damned“ dann sogar noch einmal für richtig Bewegung vor der Bühne. Insgesamt war das ein toller Auftritt.

Damit war der Live Teil des Abends eigentlich vorbei und die Party verlagerte sich wieder in den oberen Bereich des Bastard Clubs. Doch hier wartete auf die Besucher noch eine Überraschung der besonderen Art – nämlich Saure Eier. Auf der kleinen Bühne machten die Protagonisten dieser Truppe ordentlich krach und begeisterten nicht wenige Zuschauer mit ihrer ziemlich abgeranzten Punk-Show. Ich persönlich konnte dem Spektakel ehrlich gesagt nicht viel abgewinnen, der Stimmung tat es aber gut.

Doch dann war endgültig Schluss mit Live-Musik, die Dj`s übernahmen das Ruder und sorgten mit ihren sehr gut zusammengestellten Playlists noch für eine rauschende Feier, die bis spät in die Nacht ging.

Insgesamt gesehen war es einmal mehr ein sehr schöner Abend im Bastard Club. Einziger Wermutstropfen war die doch eher mäßige Zuschauerzahl. Gerade bei zwei klasse Live-Bands hätte man eigentlich mehr erwarten können. Nichts desto trotz zeigte der Abend wieder einmal, dass die Szene immer noch lebt und gut feiern kann.

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Bunt is das Dasein. Und Granatenstark. Volle Kanne Hoschi.

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