Bloodbound – War Of Dragons

Bloodbound - War Of Dragons

Release: 24.02.2017
Genre: Melodic Power Metal
Label: AFM Records
Homepage: www.bloodbound.se

Bloodbound sind zurück und machen auf ihrem neuen Album „War Of Dragons“ genau dort weiter, wo sie mit „Stormborn“ (2014) aufgehört haben. Auch die neue CD ist wieder extrem bombastisch angelegt, bindet aber vermehrt schnelle Parts mit ein. Damit festigt die Band ihren seit 2011 eingeschlagenen Weg und bläst zum Angriff auf dem Power-Metal-Olymp.

Direkt nach dem kurzen Intro „A New Era Begins“ zeigt das Eröffnungstrio aus „Battle In The Sky“, „Tears Of A Dragonheart“ und „War Of Dragons“, aus welchem Holz das Album geschnitzt ist und lässt das Powermetalherz höher schlagen. Hier gehen die Jungs wahrlich mit Volldampf zu Werke und paaren flinke Gitarrenriffs mit eingängigen Melodien, fetten Chören und jeder Menge Bombast. Während es dann in „Sliver Wings“ einen ganzen Ticken erdiger zugeht und im Refrain sogar etwas folkig klingt, haut die Band mit „Stand And Fight“ danach wieder einen echten Stampfer raus, der von seiner Machart sehr deutlich an ihre Landsleute aus Falun erinnert. Insgesamt versprühen fast alles Songs auf „War Of Dragons“ diese Sabaton-Atmosphäre. Aber auch Einflüsse von Genre-Kollegen wie Twilight Force, Stratovarius oder Rhapsody Of Fire sind klar herauszuhören. Mit seinen aggressiv gesungenen und an Judas Priest‘s „Painkiller“ erinnernden Strophen und den im Gegensatz dazu sehr melodischen Refrains klingt „King Of Swords“ da schon fast schizophren.

Ohne die Kitsch-Bombastschiene zu verlassen, geht es in „Fallen Heroes“ etwas balladesker zu, bevor man in der schnellen Nummer „Guardians At Heaven’s Gate“ das Gaspedal wieder ordentlich durchtritt. Vor allem durch den Gesang von Patrik Selleby, der im Übrigen einen ausgezeichneten Job macht, muss man gerade am Anfang des Songs unweigerlich an  Helloween denken, was gleichzeitig einen schönen Bogen zu Bloodbound’s Debütalbum „Nosferatu“ (2006) schlägt. Mit dem etwas rifflastigeren „Starfall“ und der epischen Hymne „Dragons Are Forever“ wird das Album dann fulminant und standesgemäß beendet.

Unterm Strich bleibt ein starkes, eingängiges Powermetal-Album, das für Fans von Sabaton und Co. auf jeden Fall interessant sein dürfte. Vollgestopft mit bombastischen Arrangements, eingängigen Riffs, fetten Keyboardklängen und viel Kitsch steht es für Party pur. Bloodbound scheinen auf „War Of Dragons“ zu ihrem präferieren Sound gefunden zu haben und unterstreichen damit ihre Entwicklung. Es stellt sich aber auch die berechtigte Frage, wohin das in Zukunft führen wird. War zwischen dem raueren „In The Name Of Metal“ (2012) und „Stormborn“ (2014) noch eine deutliche Entwicklung zu erkennen, so klingt „War Of Dragons“ doch etwas auswechselbar. In Zukunft sollte die Band vielleicht häufiger mal auf das Keyboard verzichten und dafür die Gitarren wieder mehr in den Vordergrund heben. Ansonsten gibt’s hier nichts zu meckern.

Tracklist:

  1. A New Era Begins
  2. Battle In The Sky
  3. Tears Of A Dragonheart
  4. War Of Dragons
  5. Silver Wings
  6. Stand And Fight
  7. King Of Swords
  8. Fallen Heroes
  9. Guardians At Heaven’s Gate
  10. Symphony Satana
  11. Starfall
  12. Dragins Are Forever

 

 

Über Erle 128 Artikel
Bunt is das Dasein. Und Granatenstark. Volle Kanne Hoschi.

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