Aeon Of Disease – Edge Of Purgatory (EP) VÖ: 24.05.2019, Neckbreaker Records, Death Metal

CD-Cover Aeon Of Disease Edge Of Purgatory

Aeon Of Disease aus Vechta zocken zwar erst seit 2015 miteinander, sind aber alles andere als ein unbeschriebenes Blatt. Bereits im Gründungsjahr brachte man die erste Demo unters Volk und konnte damit auf ganzer Linie überzeugen. Auch das Debütalbum „Veil Of Oblivion“ aus dem Jahr 2017 konnte sich sehen lassen. Nun legt der Fünfer mit der EP „Edge Of Purgatory“ nach.

Und die Jungs geben sofort Vollgas. Der Opener „Edge Of Purgatory” kommt direkt mit schnellen Doublebass-Passagen, wuchtigen Gitarren und bösem Growlgesang daher. Damit machen Aeon Of Disease im Grunde genommen genau dort weiter, wo sie mit „Veil Of Oblivion“ aufgehört haben. Allerdings wirkt das Gesamtgerüst dieses Mal etwas eigenständiger als noch beim Vorgänger. So sind die Amon Amarth-Einflüsse, welche auf “Veil Of Oblivion” noch sehr deutlich herauszuhören waren, hier nicht mehr so präsent. Das zeigt sich dann auch im darauffolgenden „Artifacts“, welches mit einem bedrohlich wirkenden Gitarrenriff beginnt und mit seinem gemächlich stampfenden Tempo schon fast etwas doomig rüberkommt.

Einen Schlag schneller und mit variablen Doublebass-Attacken versehen präsentiert sich dann das bereits auf Youtube veröffentlichte „Ominous Signs“. Und auch hier schwingt wieder dieser extrem düstere Grundsound mit. Mein Highlight auf der EP ist allerdings der letzte Song „A New Age Of Terror“. Rhythmisch unheimlich groovig und nach vorne gehend lässt es den geneigten Zuhörer fast automatisch mit dem Kopf nicken. Das geile Gitarrenriff in der Mitte des Songs ist dann die Kirsche auf der Torte. Geiles Teil.

Eigentlich wäre an dieser Stelle jetzt Schluss. Es ist ja auch nur eine EP. Als besonderes Gimmick haben die Jungs von Aeon Of Disease aber noch die vier Songs des 2015er Demos neu gemastered und mit auf die EP gepackt. Und was soll ich sagen? Die vier Songs reihen sich wundervoll ein und machen aus der Scheibe somit eine richtig gelungene Sache.

Was können wir also abschließend festhalten? Aeon Of Disease haben mit „Edge Of Purgatory“ eine geile Langrille hingelegt und einen weiteren großen Schritt zu einem eigenständigen Sound gemacht. Die bislang stark dominierende Leadgitarre mit Amon Amarth-mäßigem Riffing ist etwas zurückgefahren worden und sticht nicht mehr so stark aus dem Gesamtkonzept hervor. Dadurch werden Songs vielleicht etwas weniger eingängig, dafür aber erdiger, griffiger und vor allem düsterer.

Die Kompositionen sind insgesamt stimmig, die Instrumente gut aufeinander abgestimmt und die Produktion der Platte ist ziemlich fett. Wer seinen Death Metal düster und böse mag, der sollte hier auf jeden Fall zuschlagen.

Tracklist:

  1. Edge Of Purgatory
  2. Artifacts
  3. Ominous Signs
  4. A New Age Of Terror
  5. Global Suicide (Demo 2016 – remastered)
  6. Fathomless Instincts (Demo 2016 – remastered)
  7. Schizophrenia (Demo 2016 – remastered)
  8. Iron Domination (Demo 2016 – remastered)

Über Erle 159 Artikel
Bunt is das Dasein. Und Granatenstark. Volle Kanne Hoschi.

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