Aeternitas – House Of Usher

Release: 21.10.2016
Genre: Symphonic Metal
Label: Massacre Records

Homepage:  http://www.aeternitas.info/

Manchmal kann man sich einfach nur darüber wundern, wie stark eine Band im Laufe der Zeit ihre musikalische Ausrichtung ändert. Genauso ist es auch bei Aeternitas. Die 1999 gegründete Kapelle verschrieb sich bislang überwiegend dem Gothic Metal. Kennern der Szene werden die ersten zwei Veröffentlichungen „Requim“ (2000) und „La Danse Macabre“ (2004) geläufig sein. Auch das 2009 veröffentlichte Gothic Musical „Rappacinis Töchter“ sorgte in der Szene für Aufsehen. Doch nun hat die Band mit „House Of Usher“ gar eine Symphonic Metal Scheibe am Start.

Um es gleich vorweg zu nehmen. Fans der frühen Stunde werden mit den „neuen“ Aeternitas vermutlich nicht viel anfangen können. Dafür klingt „House Of Usher“ insgesamt nicht düster und theatralisch genug. Das lyrisch auf der Kurzgeschichte „The Fall Of The House Of Usher“  von Edgar Allen Poe basierende Album vertont die Dramatik des Werkes ganz ordentlich, ohne dabei aber die Düsternis und den Wahnsinn der Vorlage vollends zu erfassen. Zwar geht es im Opener „Le Coeur“ recht bedrohlich los, schnell weicht diese Stimmung aber einem recht ausgeklügelten Bombastkonzept mit einem Wechselspiel aus fetten Orchesterarrangements und treibenden Rockpassagen.

Freunde von symphonischem Power Metal mit Frauengesang dürfen dem „House Of Usher“ aber getrost einen Besuch abstatten. Mit Stücken wie „The Prophecy“, „Roderick“ oder auch „Can You Hear The Demons“ steht Aeternitas musikalisch in einer Linie mit Bands wie Delain, Epica oder Within Temptation. Wenn vielleicht auch nicht ganz so ausdrucksstark wie eine Simone Simons, kann Sängerin Alma Mathar mit ihrer relativ zarten Stimme doch überzeugen. Ganz besonders die zuckersüße Ballade „Madeline“ bringt sie sehr schön rüber. Ebenfalls sehr packend sind die im Duett mit Oliver Bandmann gesungenen Stücke „Forbidden Love“ und „The Haunted Palace“.

Insgesamt ist „House Of Usher“ eine ganz ordentliche Scheibe und zeigt Aeternitas von einer bisher ungekannten Seite. Um sich allerdings in dem hart umkämpften Symphonic Metal Subgenre behaupten zu können, wird die Band mehr liefern müssen. Wie bei so vielen Veröffentlichungen heißt es auch hier: Viele gute Ansätze und Ideen, aber am Fine-Tuning muss noch gearbeitet werden.

Tracklist:

  1. Le Coeur
  2. House Of Usher
  3. The Prophecy
  4. Roderick
  5. Madeline
  6. Fear
  7. Forbidden Love
  8. The Haunted Palace
  9. Tears
  10. Buried Alive
  11. Can You Hear The Demons
  12. The Fall
  13. Falling Star
  14. Open Your Eyes
  15. Ethelred

 

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Bunt is das Dasein. Und Granatenstark. Volle Kanne Hoschi.

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