Arckanum – Den Förstfödde

Release: 29.09.17
Genre: Black Metal
Label: Folter Records
Homepage: https://arckanum.bandcamp.com/

Das Ende einer Reise steht bevor. Nach mehr als 25 Jahren verabschiedet sich Shamaatae mit seinem Soloprojekt Arckanum. Geplant war erst, eine kleine EP für den Abschied herauszubringen, doch aus dieser Idee wurde dann ein ganzes Album. Mit dem Titel „Den Förstfödde“ (zu deutsch: Der Erstgeborene) wurde ein letztes Mal ein okkultes, düsteres Werk geschaffen, bei dem sich Arckanum mit einem gewaltigen Tosen verabschiedet.

Ein Sturm baut sich unter den Klang von gewaltigen Gitarrenriffs zu einem mystisch, okkulten Track zusammen. „Den Förstfödde“ leitet das Album mit drückenden Beats ein und erzählt die Geschichte des Erstgeborenen Lokis mit Namen Jörmungandr. Weniger mystisch, dafür deutlich sphärischer zeigt sich der Instrumentaltrack „Nedom Etterböljorna“. Arckanum sind hier wieder mal düster, diabolisch anzutreffen, das sie auch mit „Liket Utgards Himmel“ beweisen. Zu Beginn gibt es erst einmal ein Blastbeatgewitter, welches sich bis zum Ende des Tracks hält. Gekonnt werden hier dennoch die okkulten Elemente bewahrt und durch die tiefen Riffs unterstützt. Atmosphärisch wird dem Ganzen also kein Abbruch getan.

Heraus sticht „Ofjättrad“ mit seinen fetten Gitarrensoli. Der Track ist allerdings weniger atmosphärisch, dennoch vom Klangbild sehr böse. Er nimmt ein wenig den Dampf raus und bietet eine kleine Pause zu dem sonst mächtigen Black-Metal-Sturm. Dieser baut sich ganz langsam in „Ginmors Drott“ mit düsteren, wechselnden Akkorden auf. Der Track ist interessant und atmosphärisch, da er gruselig klingt, man in das Thema reingezogen wird und auf den vermeintlichen Höhepunkt des Songs wartet, der sich im Folgetrack „Lat Fjalarr Gala“ zeigt. Düster, schnell, kraftvoll und brachial beschreiben diesen Track wohl am besten. Die harten, drückenden Riffs zeugen von einem Stück puren, ungestümen Black Metals, dessen Geschwindigkeit mit „Du Grymme Smed“ nochmal einen Zahn zulegt. Dieses Lied kämpft sich geradeaus durch und ist durch die vielen, aber gut musizierten Tempowechsel eines der abwechslungsreichsten Songs der Scheibe. Mit einem gewaltigen Knall verabschieden sich Arckanum. „Kittelns Beska“ erzeugt ein Blastbeatsturm, der sich diabolisch durchprügelt. Der Song wird durch seine böse Grundstimmung abgerundet und bietet eine grandiose musikalische Untermalung des Songs.

Arckanums achtes Studioalbum ist ein gebührender Abschied für das Soloprojekt. Ich selbst finde es sehr schade, dass ich erst jetzt über das Projekt gestolpert bin. Es ist ein facettenreiches, kraftvolles Stück Musik, dass sich in seinem Niveau hält und kaum Ausreißer bietet. Es kann okkult, atmosphärisch, kraftvoll, brutal, gar brachial werden und somit bestimmt jeden Black-Metal-Fan mitreißen. Dieses Album ist bestimmt eine der stärksten Black-Metal-Platten des Jahres.

Tracklist:

1. Den Förstfödde
2. Nedom Etterböljorna
3. Liket Utgards Himmel
4. Ofjättrad
5. Ginmors Drott
6. Lad Fjalarr Gala
7. Du Grymne Smed
8. Kittelns Beska

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