The Sticky Tables

Den schönen Frühlingstag nutzten die Osnabrücker erst einmal ausgiebig zum Sonnenanbeten im Freien oder im Schlossgarten. So war es nicht verwunderlich, dass die Berliner Band The Sticky Tables noch ein wenig auf die Konzertbesucher warten musste. Die Band hatte nämlich auf ihrer Facebook-Seite veröffentlicht, dass das Konzert schon um 19:30 Uhr im Unikeller beginnen sollte. Glücklicherweise hat der Unikeller viele zuverlässige Stammgäste und Konzertgänger, die dann doch nach und nach noch eintrafen. Bis zum Konzertbeginn um kurz vor neun konnte die Band nicht nur das herrliche Wetter, sondern auch Getränke und Essen draußen genießen.

Dementsprechend gut gelaunt eröffnete Sänger Tim das Set mit den Worten: Es wird bluesig, rockig und entspannt“. Und genauso war es auch. Mit seiner kehlig, sandigen Stimme wurde zunächst ein Blues-Song angestimmt, gefolgt von einem Rock-Song. Wer nun glaubte, es würde sich fortan in diesem Musikbereich einpendeln, wurde getäuscht. Das nächste Lied hatte starke Funk-Einflüsse. Den Konzertbesuchern wurde schnell klar, dass The Sticky Tables mit den Rhythmen und Stimmungen der afro- und lateinamerikanischen Musik gefühlvoll variieren. Mit „Place To Die“ gab es ausnahmsweise einen Abstecher in den wilden Westen. Gerade die melodische Gitarre hatte etwas von einem Ennio Morricone-Soundtrack. Die Ursprünge der Band liegen in Berlin-Moabit. Das Lied „Mrs. Haberdashers Fat Cat“ handelt von dort. Hierzu gibt es auch ein mörderisches Youtube-Video. Schlagzeuger Nico studiert hier in Osnabrück Musik mit Studienschwerpunkt Jazz.

Facettenreich setzten The Sticky Tables ihren Auftritt mit dem ganz ruhigen und gefühlvollen „Soul For Rent“ fort. Zum Ende hin würfelten sie noch einmal alle Musikstile zusammen und zauberten mit „House Of Voodoo“ ein musikalisches Potpourri. Bald soll auch ein Album herausgebracht werden. Es ist zu hoffen, dass diese abwechslungsreiche Band dann wieder in Osnabrück vorbeischaut. Vielleicht hat Gitarrenvirtuose Christoph bis dahin das Grundgerüst für einige weitere, ebenso interessante, neue Songs ausgeklügelt.

Setlist The Sticky Tables:

  1. SGST
  2. To The Ground
  3. Madhouse
  4. Place To Die
  5. Stroke My Finger
  6. Mrs. Haberdashers Fat Cat
  7. Devils Kid
  8. Charlies Old Days
  9. Soul For Rent
  10. Born So Blue
  11. House Of Voodoo
  12. Caveman
Über Dark Angel 44 Artikel
MUSIC WAS MY FIRST LOVE ... AND IT WILL BE THE LAST

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*