Argus – From Fields Of Fire

Argus - From Fields Of Fire
Argus - From Fields Of Fire

Release: 08. September 2017
Genre: Heavy Metal, Doom Metal
Label: Cruz del Sur Music
Homepage: http://www.argusmetal.com/

Argus sollten mittlerweile jedem qualitätsbewussten Metal-Liebhaber ein Begriff sein. Mit ihrer Mischung aus Power Doom und kernigem Heavy Metal begeistern sie seit einiger Zeit. Das neue, vierte Album bereitet den Weg, um die Band auf die nächste Stufe zu heben.

Was hat sich also geändert im Hause Argus? Das Cover ziert nach wie vor ein tolles Gemälde, welches Lust auf die epischen Dinge macht, die da kommen mögen.

Nach den ersten Hördurchgängen kann man konstatieren, dass die Spieldauer von über 50 Minuten wie im Fluge vergeht. Bei vorherigen Scheiben hatte ich doch des Öfteren das Gefühl von zwischenzeitlichen Längen. Diese bleiben hier völlig aus. Alle Songs sind toll arrangiert und vermitteln das Gefühl, dass jeder Song mit viel Liebe entstanden ist. So sind alle Songs auf hohem Level angesiedelt. Das Grundtempo hat sich im Gegensatz zu früher leicht erhöht, was dem Hörvergnügen zugute kommt. Dennoch wird gelungen mit Dynamik in den Songs gespielt.

Argus kredenzen uns nach wie vor große Epik und Melodien zum Niederknien. Jedoch reibt man sich die Ohren, wie das der Band über die komplette Albumlänge so grandios gelingt. Chöre werden gezielt und mehr als zuvor eingestreut, was den epischen Eindruck noch verstärkt. Der Gesang ist ergreifender als zuvor, die Refrains sind eingängiger, ja einfach gelungener. Gitarrensolos werden passend eingestreut, nicht zum Selbstzweck, sondern um jeden einzelnen Song weiter wachsen zu lassen.

Wir haben es insgesamt mit 7 Songs zu tun. Dazu gesellen sich ein Intro und ein Outro, welche zum Trademark von Argus gehören und fein das Gesamtwerk ergänzen.

„Devils Of Time“ ist zum Einstieg ein kraftvoller Opener der einen gleich aufhorchen lässt, bevor „As A Thousand Thieves“ über einen hinweggallopiert. „216“ kommt dann etwas getragener daher und baut die Stimmung langsam auf, wächst im Verlauf aber zu einer stimmungsvollen Hymne. „You are the Curse“ ist dann wieder ein wenig zackiger und geht mit seiner Melodie direkt ins Ohr. Ein eingängiger Refrain krönt diesen Song.

Auf etwa halber Albumlänge bringen Argus mit etwa 11 Minuten einen epischen Longtrack und man wundert sich sodann, dass dieser plötzlich zu Ende ist. Das ist eine große Stärke der Band. Trotz Songs, die oft um die 7 Minuten pendeln, wirkt alles sehr facettenreich und nie in die Länge gezogen. Die 11 Minuten von „Infinite Lives Infinite Doors“ bieten so alles, was man sich nur wünschen kann. Stimmungsaufbau wird hier ganz groß geschrieben. Fantastischer Gesang wird von nicht minder starken Instrumentalparts geschmückt, dass es eine wahre Freude ist. Ganz großes Kino.

Wenn man jetzt denkt, es kann nicht besser kommen, bringen Argus mit „Hour Of Longing“ wieder eine direktere Nummer, welche noch einmal an der Epikschraube dreht. Das abschließende „No Right To Grive“ vollendet das Album dann in grandioser Manier. Ein langsamer Einstieg mit gesprochenen Textzeilen wächst zu einer sehr emotionalen ergreifenden Nummer heran. Fantastisch!

Nach dem Hören des Albums möchte man am liebsten sofort wieder von vorne anfangen. Eine süchtig machende Scheibe in der Schnittmenge zwischen Grand Magus und Sorcerer, wobei Argus hier nochmal eine Schippe Emotionalität drauflegen. Für mich ist das Album, das bisher beste von Argus. Weiter kommt es heutzutage selten vor, dass ein Album auf ganzer Länge so durchgehend stark ist. Das hat die Band auch selbst noch nicht geschafft. Das I-Tüpfelchen ist dann noch die cleane aber warme Produktion. Wer Argus kennt, kann hier nichts falsch machen und auch wer Argus noch nicht kennt, sollte sich dieses Highlight des Jahres 2017 nicht entgehen lassen, egal auf welche Spielart des Metal man steht.

Repeat All!

Tracklist
1. Into The Fields of Fire (Intro)
2. Devils Of Our Time
3. As A Thousand Thieves
4. 216
5. You Are The Curse
6. Infinite Lives, Infinite Doors
7. Hour Of Longing
8. No Right To Grieve
9. From Fields Of Fire (Outro)

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