Bloodbound – Creatures Of The Dark Realm VÖ: 28.05.2021, AFM Records, Power Metal

Endlich mal wieder zurücklehnen und ein bisschen kitschigen Power Metal hören. Das war der erste Gedanke, der mir in den Sinn kam, als der Promo-Link zur neuen Bloodbound-Scheibe “Creatures Of The Dark Realm” in meinem Mail-Postfach eintrudelte. Immerhin gefiel mir ja schon der 2017er Machwerk “War Of Dragons. Also ruckzuck runterladen, ZIP-Ordner entpacken und ab geht die Luzie.

Artist:Bloodbound
Herkunft:Schweden
Album:Creatures Of The Dark Realm
Spielzeit:45:16
Genre:Power Metal
Release Date:28.05.2021
Label:AFM Records
Homepage:Facebook
Creatures of the dark realm
Bloodbound – Creatures Of The Dark Realm

Hochmelodiös und eingängig

Ein kurzes, trügerisch-ruhiges Intro eröffnet das Album, bevor es danach direkt von null auf hundert geht. Bombastisch und im Hochgeschwindigkeitstempo fegen so die ersten zwei Songs an mir vorbei. Dabei liefert Bloodbound genau das, was von der Band erwartet wird. Eingängige Riffs, treibende Doublebass-Attacken und omnipräsente Synthies. Der Titeltrack klingt dabei teilweise sogar derbe nach Stratovarius zur “Elysium”-Zeit.

Hochmelodiös und extrem eingängig gestaltet sich auch der weitere Verlauf des Albums. Die Songs sind fast durchweg Up-Tempo-Nummern, die eigentlich immer dem gleichen Muster folgen. Marschierende Beats, melodische Gesangsbögen und knackige Staccato-Riffs dominieren die Kompositionen. Das macht auf der einen Seite natürlich Spaß und lässt des Metallers Matte wehen. Auf der anderen Seite sorgt das auch für eine unglaubliche Beliebigkeit. So bleibt von den Stücken so gut wie nichts hängen. 

Uninspiriert und austauschbar

Und im Grunde genommen hat man den neuen Silberling der schwedischen Kitsch-Metal-Maschine damit auch schon ganz gut zusammengefasst. Denn Bloodbound wirken auf ihrem neuesten Output reichlich uninspiriert und austauschbar. Ein bisschen Sabaton-Sound hier, ein paar Powerwolf-Hooklines dort und fertig ist der neue Power-Metal-Einheitsbrei.

Zum Glück ist nicht alles auf dem Album nur durchschnittlich. Vor allem Sänger Patrick J. Selleby kann mit seiner gefälligen Stimme immer wieder Akzente setzen. Ganz besonders hervor stechen die Kiske- oder Sammet-mäßigen Vocals beim knackigen “Eyes Come Alive”.

Davon abgesehen kommt “Creatures Of the Dark Realm” zumeist nicht über die “ganz nett”-Kategorie hinaus und dürfte allerhöchsten für Die Hard Fans interessant sein. Es scheint fast so als hätte sich das Konzept Bloodbound seit frühen Großtaten wie “Nosferatu” oder “Moria” ein wenig abgenutzt.

Tracklist:

  1. The Creatures Preludium
  2. Creatures Of The Dark Realm
  3. When Fate is Calling
  4. Ever Burning Flame
  5. Eyes Come Alive
  6. Death Will Lead The Way
  7. Gathering Of Souls
  8. Kill Or Be Killed
  9. The Gargoyles Gate
  10. March Into War
  11. Face Of Evil
  12. The Wicked And The Weak
Über Erle 194 Artikel
Bunt is das Dasein. Und Granatenstark. Volle Kanne Hoschi.

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