Dawn Of Disease + Ultha + The Burning Darkness 02.03.2018 - Bastard Club, Osnabrück

Ausverkauft! So heißt es zumindest, doch das hindert einige wenige nicht daran, ihr Glück an der Abendkasse zu versuchen. Denn es hat sich rumgesprochen, dass hier eine größere Band ein Geheimkonzert spielt, und so ist der Andrang groß.

Einige wenige Restkarten soll es wohl auch noch geben, so dass es einige tatsächlich schaffen, in den ansonsten ausverkauften Bastard Club zu kommen. Als dann Ultha ihren Set beginnen, ist der Keller gut gefüllt, wenn auch noch nicht richtig voll. Die Jungs spielen atmosphärischen Black Metal mit dezenten Keyboard-Melodien. Ob diese auch auf Konserve so dezent sind, kann ich nicht sagen, aber live finde ich das Ganze wirklich sehr angenehm gemischt, auch wenn ich meine Position erst noch ändern muss, um den kompletten Sound mitzubekommen. Die Jungs sind ein gutes Beispiel dafür, dass der deutsche Underground wirklich tolle Bands zu bieten hat. Auch ihre Spielzeit ist gut bemessen; ich habe zwar nicht auf die Uhr gesehen, denke aber, dass es sich gut um eine Stunde gehandelt hat. Fair!!!!!

Dawn of Disease beackern als lokale Größe die Bühne an zweiter Position. Kurios, wenn man bedenkt, dass ihr Name auf dem Ticket steht. Warum das so ist, dazu komme ich gleich. Leider stehe ich bei ihrem Gig weiter hinten, wo der Sound für meinen Geschmack etwas zu Bass-lastig ist. Aber sei´s drum, die Jungs spielen sich den Arsch ab und sorgen für ordentliche Eskalation in den vorderen Reihen.  Songs wie „Death Shall Be Mine“ oder „Knife VS Flesh“ sind bester Todesstahl, der gut reinläuft. Als ich mich zum Schluss des Gigs dann auch weiter nach vorne gekämpft habe, wird er Sound auch deutlich besser. Guter (Co)Headliner-Gig.

Den Die-Hard-Fans war es lange bekannt und spätestens am Merchstand hätte man, obwohl sie dort nur mit zwei T-Shirt-Motiven vertreten waren, es ahnen können. Tompa Lindberg stand auch nicht nur zum Spaß dort. Hinter The Burning Darkness verbergen sich niemand Geringeres als die Pioniere der Melodic Death Metal At The Gates. Ein kleiner intimer Geheim-Gig, der als Auftakt für eine Mini-Tour dient. Mit „Death And The Labyrith“ vom aktuellen Album „At War With Reality“ starten die Schweden ihre Show und spätesten beim zweiten Song, dem Klassiker „Slaughter Of The Soul“, dreht die komplette Bude am Rad. Tompa singt mit einem Funkmikro, was anfänglich für Soundprobleme sorgt, weil die Übertragung nicht ganz reibungslos läuft. Egal, der Rest der Band gleicht das locker aus. Auch wenn manche Soli nicht ganz sitzen, kann man hier nicht von einer schlechten Leistung reden. Tompa nutzt die komplette Bühne voll aus, und selbst in seinen Ansagen führt er den Running Gag weiter, dass es sich hier um The Burning Darkness und eben nicht um At The Gates handelt. Mit „Suicide Nation“ und „The Book Of Sand“ beschließen die Schweden den offiziellen Teil des Sets. „Aber da fehlt doch noch was!“, wird jetzt der ein oder andere denken. Richtig, deswegen folgt auch wenige Sekunden später das ikonische Verstärkerbrummen und deutet den 95er Überhit „Blinded By Fear“ an. Der Keller geht steil. Mit „Kingdom Gone“ und „The Night Eternal“ wird dann der Set endgültig beschlossen. Ironischerweise spielen sie den Song, nach dem sie sich heute Abend benannt haben, nicht. Kleine Randnotiz zum Abschluss: Man merkt, wie kalt es derzeit in Deutschland ist, denn bei vergleichbaren Konzerten musste man in der Vergangenheit seine Getränke verschließen, wenn man nicht den von der Decke tropfenden Schweiß seiner Mitmenschen konsumieren wollte. Heute ist es nicht mal annähernd heiß. Zwar muss man nicht frieren, aber es sei angemerkt, dass ich in der ersten Reihe mit einem Pali um den Hals stehen kann ohne zu schwitzen. Auch mal schön.

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