Interview mit Bastard Execution Let The Execution Begin

BastardExecution-LetitBegin

Bei unserem letzten Metal-Stammtisch am 20.03.2019 im Whisky hatten wir Besuch von Bastard Execution. Die Truppe um Frontmann Mariano wird am Samstag unsere Heavy Stage Night eröffnen. Für uns Grund genug, vorab einmal ein wenig mit den Jungs zu plaudern.

HSF: Herzlich Willkommen bei uns im Interview. Schön, dass es mit dem Termin geklappt hat. Ich möchte gerne anfangen mit eurer Vorgängerband, Bitter Piece. Nachdem ihr Ende 2017 angekündigt habt Bitter Piece aufzulösen, war das für eure Fans vielleicht ein kleiner Schock. Immerhin habt ihr die Osnabrücker Metalszene seit 2004 mitgeprägt. Wie war es für euch, diese Band zu Grabe zu tragen?

Mariano: ich glaube für mich war es am schwierigsten, weil ich als einziger von Anfang an dabei war. Die anderen kamen ja erst später dazu. Irgendwann mussten wir diesen Schritt aber machen, denn wir hatten immer wieder Abgänge wie beispielsweise unseren Gitarristen und unseren Schlagzeuger.

Irgendwann kam dann unser neuer und aktueller Basser Sven dazu. Der hat dann angefangen, neue Songs zu schreiben. Und die waren stilistisch dann halt anders. Daraufhin haben wir uns gesagt, dass es vielleicht einfacher ist, wenn wir einen Strich machen und komplett neu anfangen.

Letztendlich war es für mich dann schon irgendwie ein bisschen schade, denn man mag die alten Songs ja natürlich noch. Aber es war auch eine Erleichterung, denn es ist ja manchmal auch schön, mal wieder etwas Neues zu machen.

Die neuen Songs sind geil. Das ist Death Metal. Vorher haben wir ja so eher Thrash und modernen Krams gespielt. Das war immer ein Mix. Wir hatten immer mal so Phasen, wo wir verschiedene Stile gemacht haben. Jetzt gibt es mal so richtig auf die Fresse. Das ist schon mal ganz geil.

HSF: Der Hauptgrund für die Auflösung von Bitter Piece und Neugründung von Bastard Execution war also der musikalische Stilwandel?

Mariano: Genau. Der Stilwandel war der Hauptgrund.

HSF: Wie seid ihr eigentlich auf den Namen „Bastard Execution“ gekommen?

Martin: Durch eine demokratische Abstimmung. (großes Gelächter)

Jan:  Ja, genau, haha. Frag lieber mal nach, ob sich dabei jemand ernsthaft verletzt hat hahaha! Man macht sich ja kein Bild davon, was alles in einem Jahr passiert.

Mariano: Ich glaube, im Oktober 2017 fing es an mit der Namenssuche. Wir haben also über ein Jahr gebraucht, um den Bandnamen zu finden.

Jan. Wir haben wirklich jeden Namen, der sich angeboten hat, aufgeschrieben und auf einen großen Haufen geworfen. Dann haben wir per Ausschlussverfahren geschaut, welcher am wenigsten weh tut.

Mariano: Wir hatten bestimmt fünf DIN-A4-Zettel voll mit Namensvorschlägen. Dann fanden vier Leute einen Vorschlag gut, aber einer sagte dann, dass das auf gar keinen Fall geht. Dann flog der halt wieder raus. Und so hatten wir das immer wieder.

Martin: Ja, wir hatten eine sehr lange Liste, die dann nach und nach aussortiert wurde, bis dann wirklich alle sagen konnten: „Ja, damit sind wir einverstanden. Das ist es.“

Jan: Und zur Bedeutung des Namens. Es klingt geil und passt zur Mucke.

HSF: Wer ist denn in der neuen Formation dabei? Gab es größere Umbesetzungen gegenüber der letzten Bitter-Piece-Besetzung?

Mariano: Ja, einmal ich als Sänger, also als Überbleibsel von Bitter Piece. Außerdem singe ich nebenbei noch bei Intöxicated und den WrestleManiacs. Also bin ich bei der Heavy Stage Night quasi auch nochmal vertreten. Und ich war letztes Jahr auch schon da, also quasi jedes Jahr da.

Martin: Ja, und dann ich als Drummer. Ich bin bei Bitter Piece zum Ende hin eingestiegen als Ersatz für Maurice. Der war aber dann auch von Anfang an bei Bitter Piece.

Jan: Ich bin 2013 bei Bitter Piece eingestiegen. Ich habe also den ganzen Soundwechsel vielleicht sogar ein bisschen mit verschuldet; auf jeden Fall von vornherein mitbekommen. Ich mache außer Bastard Execution aktuell nichts mehr.

Und dann haben wir noch den Sven, der unter anderem auch noch bei Panzer Squad spielt sowie neuerdings an der zweiten Gitarre, bzw. eigentlich an der ersten Gitarre den Karsten. Der ist auch noch mit Terrible Sickness aus Nienburg unterwegs. Es sind also alle ordentlich eingespannt und haben auch gut andere Dinge um die Ohren.

HSF: Wenn man schon so viel um die Ohren hat, wie kommt man dann auf die Idee noch eine Band zu machen?

Jan: Einfach, weil es Spaß macht. Weil es Krach macht.  (lacht)

HSF: Auf eurer Facebook-Seite steht unter Genre “Filthy Sludge Death Metal”. Was darf man denn darunter genau verstehen?

Mariano: Ach Gott, ja. Das ist quasi Death Metal alter, ranziger Schule. Also aus der Ecke Obituary oder LIK.

Jan: Ja, und so alles, was aus Schweden kommt.

Mariano: Ja, so schwedischer Krams. Und das so gepaart mit doomigen Elementen. Manchmal werden wir beispielsweise auch plötzlich langsam, schwer und ein bisschen sludgig. Man könnte das dann mit so dem Crowbar Doom vergleichen. Obituary haben das ja teilweise auch dabei, diese langsamen Passagen. Das ist also im Großen und Ganzen dreckiger Death Metal.

HSF: Es ist also schon vorwiegend Death Metal und weniger Doom?

Jan: Nun ja, das kann man jetzt so gar nicht sagen. Wir machen sicherlich keinen Doom im klassischen Sinne, sondern eher Doom im Sinne von Asphyx. Also Death-Doom. Ja und das Ganze dann mit klassischem zwei Gitarren-Sound, der ein bisschen tief geht.

Mariano: Um da noch mal konkrete Bands zu nennen, mit denen man unseren Still vergleichen kann. Das sind also wie schon gesagt, Asphyx, Obiturary und vielleicht ein bisschen Mantar.

HSF: Und wie sieht es mit neuem musikalischem Futter aus? Ich nehme mal an, dass die ersten Songs bereits fertig sind. Gibt es schon Pläne für ein Demo oder Album?

Mariano: Wir nehmen tatsächlich gerade eine Demo auf. Das machen wir bei einem Kumpel im Homerecording. Die sollte eigentlich auch bis zum 13.04. fertig sein. Das wird aber glaube ich doch knapp. Also, ich weiß nicht, ob wir das schaffen.

Jan: Es wird tendenziell wohl eher später. Alleine schon deswegen, weil wir es wohl nicht mehr gepresst kriegen würden. Selbst wenn die Demo jetzt fertig wäre, würden wir es bis Mitte April nicht hinkriegen, dass uns eine Firma oder wer auch immer die fertigen Scheiben noch rechtzeitig hinstellt. Leider nicht. Zu viel Arbeit.

HSF: Was macht denn das Songschreiben so langwierig oder schwierig?

Jan: Es ist nicht das Songsschreiben. Es ist das Privatleben im Sinne von arbeiten und Zeit finden. Das ist irgendwie das Problem aller Leute, die schon ein paar Tage älter sind.

Mariano: Alleine das Problem regelmäßig mit fünf Leute zu proben, ist auch immer schwierig. Mal hat der eine etwas vor, dann ist der andere verhindert. Dann ist einer krank.

HSF: Ihr habt aber schon regelmäßige Proben, oder?

Mariano: Normalerweise proben wir dienstags. Es kommt aber immer mal wieder etwas dazwischen. In den letzten zwei, drei Wochen war glaube ich nichts mit Proben.

Martin: Wobei das Songwriting auch stattfinden kann, wenn nicht alle dabei sind. Also es ist jetzt nicht unbedingt die Schwierigkeit, neue Songs zu schreiben. Es ist eher das terminliche Koordinieren, sodass auch alle mal da sind, damit man die neuen Songs dann auch in der gesamten Besetzung spielen kann.

Jan: Um das kurz auf den Punkt zu bringen. Wir haben genug Songs für ein komplettes Album fertig. Wir haben gestern Abend noch einen neuen dazu gemacht. Es läuft also. Das Problem ist eher, wann aufnehmen, wo aufnehmen und die ganze Vorbereitung dazu.

HSF: Bringt ihr alle Songideen mit ein oder gibt es bei euch einen Hauptsongwriter?

Mariano: Sven, unser Basser ist eigentlich unser Hauptsongwriter. Der schreibt Songs und stellt die dann im Proberaum vor oder schickt uns GuitarPro oder irgendwelche Midi-Files, die er zu Hause aufnimmt, zu. Im Proberaum kommt dann der Rest dazu. Zuerst kommt das Riff, dann kommen die Gitarren und das Schlagzeug dazu, und zum Schluss komme ich mit dem Gesang darüber. So entsteht bei uns ein Song.

HSF: Songs entstehen bei euch also klassisch beim Jammen im Proberaum?

Jan: Ja, und das ist mir auch sehr wichtig. Darum mache ich Musik mit meinen Freunden. Darum geht es mir ja bei der ganzen Sache. Dass wir keine Profikarriere anstreben, sollte jedem klar sein. Da müssen wir uns auch nichts vormachen.

Für uns ist es ein geiles Hobby und da muss man das doch, finde ich, zusammen machen. Das ist vielleicht ein bisschen viel Old-School. Aber dieses Moderne, wir schicken uns jetzt nur noch Files hin und her und treffen uns alle zwei Monate, um dann irgendwelche eingepaukten Songs zu üben, das wäre nicht meins.

Martin: Es wird halt einfach auf der Grundlage, die Sven schreibt, im Proberaum gebastelt. Das machen wir so lange, bis wir etwas haben wo jeder sagt, dass er gut damit leben kann.

Jan: Sven ist da einfach der am technisch versierteste, der es am schnellsten in den PC kriegt. Dummerweise hat der auch noch ziemlich viele gute Ideen, haha.

HSF: Die Heavy Stage Night wird ja die Live-Premiere für Bastard Execution und die neuen Songs werden. Habt ihr dafür etwas Besonderes vorbereitet?

Mariano: Naja, es gibt brutal auf die Fresse, würde ich sagen.

Jan: Es wird wahrscheinlich darauf hinauslaufen, worauf es auch schon bei den Bitter Piece-Auftritten hinauslief, nämlich dass wir versuchen, möglichst straight forward zu spielen. Ohne große Show.

Mariano: Genau, eine große Show gibt’s nicht mehr. Das wird eine traditionelle, ehrliche Death Metal Show.

Jan: Vielleicht haben wir noch eine oder anderthalb Songüberraschungen. Aber das war es dann auch. Dafür kann man da dann viele Haare sehen. Man dürfte wenige Gesichter sehen und viel Gitarren hören, wenn es optimal läuft.

HSF: Wird es auf der Heavy Stage Night auch noch den ein oder anderen Bitter Piece Song geben oder habt ihr das Thema komplett hinter euch gelassen?

Mariano: Das Thema ist durch. Die Songs wurden geschrieben und teilweise aufgenommen. Und da bleiben die jetzt auch. Mit Bastard Execution machen wir halt einen kompletten Neuanfang und werden nichts Altes mehr spielen.

Wir haben 2017 noch ein paar Gigs mit Bitter Piece gespielt, wo wir dann auch schon ein paar aktuelle Stücke gespielt haben. Und da hat man schon gemerkt, dass es nicht so richtig zusammenpasst irgendwie. Da war so, als ob da zwei Bands auf der Bühne stehen.

Jan: Die Bitter Piece Songs funktionieren mit unserem jetzigen Gitarrensound nicht. Und eine Band, die quasi zwei Konzerte spielt mit einem komplett unterschiedlichen Sound und komplett unterschiedlich gebauten Songs, das funktioniert nicht. Das ist zumindest meine persönliche Meinung. Ich habe auch keinen Bock auf der Bühne dann alles umzustöpseln, neu zu verkabeln, die Gitarre umzustimmen usw., um dann Bitter Piece Songs spielen zu können.

Naja, wir haben es auch schon ein bisschen mit Absicht gemacht, dass wir jetzt nicht mehr Bitter Piece heißen sondern, dass wir das machen, woran wir alle Spaß haben. Das mit den Bitter Piece Songs war vielleicht zum Ende hin nicht mehr so jedermanns Sache. Da sind sicher ein paar sehr geile Songs dabei gewesen, aber ich weiß, dass ein Teil der Band die nicht unbedingt gut findet.

Mariano: Dann konnte man sich nicht einigen, welche Songs gespielt werden sollten, weil der eine dann diesen Song und der anderen dann jenen Song gut fand.

HSF: Und gerade wenn man eine Band dann demokratisch aufbaut, dann muss man doch auch für alle etwas dabei haben, oder?

Jan: Das ist ja gerade das Schöne an den neuen Songs. Die mögen wir ja alle. Das ist auch ungefähr das, was wir uns gemeinsam am Wochenende ansehen würden. Wenn wir uns eine Band angucken, dann würden wir uns Krawall angucken und nicht eine melodische Thrash Metal Hardcore Band. Das ist für mich zu viel In Flames und zu wenig Metal.

HSF: Alte In Flames oder neue In Flames?

Jan: Leider nicht die alten. Ansonsten würde es ja wieder mit dem Gitarrensound harmonieren.

HSF: Habt ihr aktuell denn noch weitere Gigs in Planung?

Mariano: Erstmal wollen wir jetzt den Gig auf der Heavy Stage Night überstehen. Dann wollen wir die Demo fertig bekommen. Und wenn wir dann die Demo fertig haben, können wir uns auch um weitere Gigs kümmern. Es ist natürlich auch schwierig, ohne Hörbeispiele Gigs zu bekommen, wenn man nicht irgendwelche Leute kennt.

Jan: Spannenderweise sind sogar schon Anfragen da. Wir wollten unbedingt diese Demo fertig haben. Das klappt jetzt leider nicht. Unter anderem, weil ich jetzt drei Wochen auf einem Lehrgang war, der so nicht eingeplant war und Martin steckt am Ende vom Studium. Wie das dann halt so ist, hat man dann auch mal ein paar blöde Termine, die man nicht verschieben kann. Und schon bleibt so etwas Profanes wie ein Hobby auf der Strecke.

HSF: Das verstehe ich nur zu gut. Irgendwie muss man sich ja schließlich auch noch seine Brötchen verdienen.

Jan: Ja, mit der Band werden wir das nicht schaffen. Das ist Musik zum Draufzahlen. (lacht)

HSF: Ich finde es aber sehr stark, dass es noch Bands wie euch gibt, die im Underground aktiv sind und so eine lebendige Szene überhaupt möglich machen.

Jan: Danke. Mir ist es auch wirklich sehr wichtig, dass wir da über kurz oder lang auch wieder mehr Konzerte spielen. Wir spielen gerne in lustigen Clubs und mit lustigen Leuten und mögen dann auch gerne das eine oder andere Bierchen trinken. Wer uns kennt, der weiß, dass wir kein Bier wegwerfen. Das ist kein wirkliches Geheimnis.

HSF: Habt ihr eigentlich einen eigenen Proberaum oder teilt ihr euch einen Proberaum mit einer anderen Band?

Mariano: Wir teilen uns einen Proberaum. Alle drei Bands, bei denen ich singe, haben den gleichen Proberaum.

Jan: Wir haben unseren Proberaum am Hafen. Nicht im Neuen Speicher, sondern in einem alten Gebäude in der Rheinstraße.

Mariano: Da wohnen sogar noch Menschen in dem Gebäude. Manchmal sieht da noch einen alten Opa nur mit einem Handtuch bekleidet über den Flur laufen.

Jan: Das ist schon das ganz große Rock’N’Roll-Abenteuer. Nicht! (lacht)

HSF: Wie seht ihr generell die Probenraumsituation in Osnabrück?

Jan: Da bin ich im Moment etwas unschlüssig, weil ich nicht weiß, wie gut das in dem Neuen Speicher läuft. Ich finde es total großartig, dass es den Speicher gibt und dass das auch so geil angenommen worden ist. Ich weiß aber nicht, ob der groß genug ist, um das zu kompensieren, was da am Limberg flöten geht.

Wir haben halt das Glück, dass wir vorher ganz woanders geprobt haben und durch einen blöden Zufall in dem Haus in der Rheinstraße gelandet sind. Darum haben wir glücklicherweise von dem ganzen Proberaumchaos in Osnabrück wenig mitgekriegt. Wir haben es natürlich gelesen oder es von anderen Leuten gehört. Wir sind da aber grob lächelnd rausgekommen. Ich hoffe aber, dass es für die anderen Bands reichen wird oder dass halt noch etwas kommt.

HSF: Seht ihr da auch die Stadt Osnabrück gefordert oder ist da auch Eigeninitiative der Bands gefragt?

Mariano: Man muss sich natürlich auch ein bisschen darum kümmern, dass man einen Raum bekommt.

Jan: Ja, aber dafür müssen auch welche angeboten werden. Natürlich sehe ich die Stadt da zum Teil in der Verantwortung. Aber wenn die Stadt das macht, ist da immer das Problem, dass die Proberäume dann reglementiert sind. So kenne ich das beispielsweise vom Ostbunker, wo ich eine Zeit lang noch mit einer anderen Band geprobt habe. Da ist es nicht wie bei einem Mietverhältnis, sondern für alle zugänglich. Das läuft dann ja meistens im Rahmen eines Jugendzentrums.

Wenn man da natürlich eine bandtaugliche Lösung seitens der Stadt finden würde, wäre das eine geile Sache. Es war ja mal im Gespräch, das alte Finanzamtsgebäude an der Hannoverschen Straße umzubauen. Wenn die Stadt das machen würde, wäre es natürlich geil.

Auf der anderen Seite sind wir mit unserem privaten Vermieter auch nicht ganz unglücklich. Wir können da halt machen was wir wollen und wann wir es wollen. Und ich weiß nicht, ob das in so einem verwalteten Gebäude immer möglich wäre. Wenn uns der Hafer sticht, können wir da nachts um zwei die Gitarren anstellen. Das finden die Leute, die da wohnen, zwar scheiße, aber wir dürfen das.

Mariano: Dann klopft dann zwar irgendwann schon mal jemand an und sagt, dass er doch am nächsten Tag früh zur Arbeit muss. Und dann hörst du halt auf, wenn du nett bist, haha.

Jan: Und wenn nicht, dann hörst du auch das Klopfen nicht.

Mariano: Bei uns ist es so, dass direkt neben unserem Proberaum jemand wohnt und daneben der Proberaum von Miron Aiden ist.

Jan: Da sind so ca. 20 Bands, die in dem Haus proben. Dementsprechend ist da dann auch schon mal was los.

Martin: Also ich würde nicht dazwischen wohnen wollen. Manchmal sind Miron Aiden und wir gleichzeitig da, und dann ist es für den, der dazwischen wohnt, schon echt laut.

HSF: Ich finde, dass es in Osnabrück ziemlich viele Bands gibt. Vielfach überschneiden sich die Mitglieder der Bands zwar, aber insgesamt gibt es doch wirklich viele Combos. Da ist es doch manchmal schon schwierig genügend Auftrittsmöglichkeiten für die ganzen Bands zu finden, oder wie seht ihr das?

Jan: Ich persönlich finde es in Osnabrück deutlich schwieriger, Publikum für Auftritte zu finden. Wir haben hier ja ein echtes Luxusproblem. Mit dem Bastard Club, dem Rosenhof und ganz selten heutzutage noch mal dem Hyde Park haben wir halt einen Sack voll geiler Clubs und Leute, die sich den Arsch aufreißen.

Da gibt es Leute, die hier teilweise 15-18 Konzerte im Monat veranstalten, mit nicht gerade kleinen Bands. Dass dann vielleicht auf einem Freitagabend nur noch 20 Leute den Arsch vor die Tür kriegen und sagen: „Ich guck mir jetzt zum elften Mal die Lokal-Combo an“, kann ich selber ja zum Teil sogar verstehen.

Wünschenswert wäre aber natürlich, dass sich so ein Laden dann auch mal voll macht. Es ist ja auch für die Bands kein besonders schönes Gefühl in einem 200er Laden zu spielen, wo dann nur zwanzig Leute stehen. Das macht keiner Band Spaß.

Wenn ich dann so sehe, was zum Beispiel im Kohlenpott los ist, wenn da Konzerte stattfinden, dann denke ich, dass das hier in Osnabrück noch ausbaufähig ist.  Aber das Volk ist faul und pleite.

HSF: Ok, damit kommen wir auch schon zum Ende unseren Interviews. Ich bedanke mich für das nette Gespräch. Wollt ihr noch was loswerden?

Jan: Ja, wir danken auch für das Gespräch. Und macht die Hütte voll am Samstag!

Mariano: Genau, kommt alle zeitig! Los geht es um 17:00 Uhr und wir spielen dann als Erstes. Also bitte genauso wie im letzten Jahr!

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Bunt is das Dasein. Und Granatenstark. Volle Kanne Hoschi.

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