Lyzzärd – Savage

Lyzzard - Savage
Lyzzard - Savage

Release: April 2017
Genre: Heavy Metal
Label: Eigenproduktion

Homepage: https://www.facebook.com/lyzzardofficial

Lyzzärd kommen aus Portugal (Trofa, Porto), sind bereits seit 2013 aktiv und spielen unverfälschten puren Heavy Metal. Das ursprüngliche 5er Lineup ist auch bis heute zusammen, was ja keine Selbstverständlichkeit mehr ist. Ich für meinen Teil mag es ja sehr, wenn Musik von einer richtigen Band gespielt wird und nicht von Projekten, denn oftmals hört man dieses den Releases doch an.

Mit „Nighwatcher“ geht’s gleich gut los. Sirenen und danach ein AC/DC-lastiges Intro münden in einem Midtemposong, der im Verlauf durchaus atmosphärische Parts besitzt und einen angenehm Spannungsaufbau generiert, was auf einige der Songs hier zutrifft. „Heavier than Life“ zieht die Geschwindigkeit dann an und geht straight nach vorne, ehe „Savage“ wieder grooviger ausfällt. „Yakuza“, der Song zum ersten Video, ist dann wieder fixer und sticht ein wenig heraus. Sehr zwingend. Da will man gleich mal ’ne Dose aufmachen, und die Party kann beginnen!

So geht’s eigentlich durchgehend weiter. Ausreißer nach unten gibt’s hier nicht. Eines meiner Highlights ist definitiv „Living in the Dawn“. Der Song ist ein kleines Groovemonster, steigert sich im Verlauf immer mehr von der Geschwindigkeit und ist ein echter „Grower“. „Queen of Vengeance“ punktet mit kleinen epischen Einsprengseln, bevor „Survivor“ wieder ein Highlight ist. Der Song geht durchgehend ab, hat absolut hitverdächtige Mitgrölparts und ist trotzdem sehr abwechslungsreich und keineswegs eintönig. Klasse!

Zum Ende hin hat sich leider ein echter Stinker eingeschlichen. „Maniac“ von Michael Sembello, mit Gitarren. Neee, das mag der ein oder andere ja nett und lustig finden, aber ist im Endeffekt vollkommen überflüssig, stört den Fluss der Platte und wird am besten geskippt…

Lyzzärd erinnern an Bands wie Skull Fist, aber stellenweise auch an Iron Maiden oder Running Wild, u. a. durch die hervorragende melodische Gitarrenarbeit. Die Band ist spürbar bemüht, jedem Song Eigenständigkeit zu verleihen, was meist gelingt. Natürlich ist die Musik sehr zugänglich und meist mit guten Refrains und Mitsingparts gekrönt. Das ist nicht neu, aber sehr gut gemacht. Man merkt, dass die Band schon ein wenig länger existiert, und die Songs scheinen gereift. Der Gesang ist manchmal vielleicht ein wenig dünn, hat aber durchaus einen gewissen Charme und passt gut zur Musik. Dementsprechend ist die Produktion sehr natürlich gehalten und unterstreicht den Old-School-Charme. Anders dürfte es bei dieser Art von Musik nicht sein! In die gleiche Kerbe schlägt auch das tolle Cover, welches eine Hommage an vergangene Kultfilme, wie z. B. Zurück in die Zukunft, darstellt. Das ganze Package ist stimmig und passt hier wie die Faust aufs Auge.

Wer nun neugierig geworden ist, bestellt am besten direkt bei der Band über Facebook das Digipack plus Shirt für 15 Euro inkl. Versand (Bandcamp und Co. gibt’s nicht)! Da muss man einfach zugreifen. Früher hätte allein das Cover den Kauf gerechtfertigt. Umso schöner, dass die Mucke genauso klasse ist und in die gleiche Kerbe schlägt. Man merkt hier ganz genau, dass eine richtige Band am Start ist, soviel Herzblut wurde hier fühlbar investiert.

All what I wanna be is in THE METAL ZONE! THE METAL ZONE!

Tracklist:

  1. Nighwatcher
  2. Heavier than Life
  3. Savage
  4. Yakuza
  5. Fire
  6. Living in the Dawn
  7. Queen of Vengeance
  8. Survivor
  9. Metalzone
  10. Maniac (Michael Sembello Cover)

 

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