Nile – Vile Nilotic Rites VÖ: 01.11.2019, Nuclear Blast, Death Metal

CD-Cover Nile - Vile Nilotic Rites

So, nach 4 Jahren Schaffenspause liegt nun das neue Werk von Nile “Vile Nilotic Rites” auf meinem Tisch. Die letzten beiden Alben haben mich nicht so recht vom Hocker gehauen, doch es gab immerhin 2 Wechsel innerhalb der Band. Brad Parris ersetzte 2015 Todd Ellis am Bass, Brian Kingsland ersetzte Dallas Toler-Wade, welcher immerhin 21 Jahre die Klampfe gezupft und dabei anständig gegrunzt hatte. Ein weiterer interessanter Aspekt dieses Albums ist, dass es in zwei Studios aufgenommen wurde. Während der Hauptteil in Sanders eigenem Serpent Headed Studio eingespielt wurde, sind die Drums in dem Esoteron Musik Studio in Athen innerhalb von 10 Tagen eingeknüppelt worden.

Aber genug der Vorgeschichte, los geht es mit „Long Shadows Of Dread“. Nach einem kurzen Intro und einem Urschrei geht das Geknüppel direkt in die Fresse, im Abgang garniert mit sehr viel technischer Finesse. Herrlich, so darf es anfangen.

Auch die nächsten beiden Stücke „Oxford Handbook Of Savage Genocidal Warfare“ und der Titeltrack „Vile Nilotic Rites“ gehen gut in die Gehörgänge und spülen ordentlich durch, der erstere mit ordentlicher Geschwindigkeit, der zweite etwas langsamer, aber dennoch intensiv.

Progressiver wird es dann bei „Seven Horns of War“, welches ebenso wie „The Imperishable Stars Are Sickened“ über 8 min Spielzeit verfügt. Diese beiden Songs sind relativ anspruchsvoll, leider auch für den Hörer. Sie benötigen ein paar Durchläufe bis sie mich dann letztlich doch abgeholt haben.

„That Which Is Forbidden” ist dann wieder ein Stück, was mich komplett überzeugt. Abwechslungsreich, schnell und brutal. Für mich ist es mit dem Intro das Highlight der Scheibe. Gefolgt wird dieser Song von „Snake Pit Mating Frenzy”, welcher wie ein ICE mit Höchstgeschwindigkeit an einem vorbei fährt. Hier werden keine Kompromisse gemacht, amtlicher Knüppel aus dem Sack! „Revel In Their Suffering” setzt an dieser Stelle nahtlos an, unterlegt von orchestralen Parts.

“Thus Sayeth The Parasites Of The Mind” ist dann ein kurzes instrumentales Stück, welches live aus der Grabkammer des Cheops den Weg nach Amerika in die Tonspur gefunden hat. Dies gibt auf jeden Fall Zeit zum kurz Durchschnaufen, bevor „Where Is The Wrathful Sky“ und zu guter Letzt „We Are Cursed“ wieder einiges vom Hörer abverlangen. Geboten werden extrem viele Tempowechsel, Death mischt sich mit Progressive und Technical, dazu ägyptisches Hintergrundgedudel und Kesselbongos.

Fazit: Insgesamt eine sehr solide Scheibe, bei der man irgendwie Bock hat, im Anschluss Death’s “Human“ sowie Macabre’s “Dahmer“ durchzuhören. Kleiner Tipp: Man darf nach dem ersten Hören nicht aufgeben, weil man überfordert ist. Dieses Album hat eine echte Chance verdient.

Tracklist:

  1. Long Shadows Of Dread 4:07
  2. Oxford Handbook Of Savage Genocidal Warfare 3:09
  3. Vile Nilotic Rites 3:28
  4. Seven Horns Of War 8:48
  5. That Which Is Forbidden 5:35
  6. Snake Pit Mating Frenzy 2:48
  7. Revel In Their Suffering 5:44
  8. Thus Sayeth The Parasites Of The Mind 1:42
  9. Where Is The Wrathful Sky 4:40
  10. The Imperishable Stars Are Sickened 8:00
  11. We Are Cursed 6:53

Bandhomepage: https://www.nile-official.com/

Über Erle 158 Artikel
Bunt is das Dasein. Und Granatenstark. Volle Kanne Hoschi.

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