Rhapsody Of Fire – The Eighth Mountain VÖ: 23.02.2019, AFM Records, Symphonic Power Metal

The_Eighth_Mountain

Bei der Fülle an aktuellen und ehemaligen Rhapsody-Varianten ist es wahrlich nicht einfach, den Überblick zu behalten. Nachdem Gründungsmitglied Luca Turilli 2011 ausgestiegen ist, gab bzw. gibt es neben Rhapsody of Fire unter anderem noch Luca Turilli’s Rhapsody, Lione/Conti und neuerdings Turilli/Lione Rhapsody. Dabei drehte sich in allen Formationen das Besetzungskarussell stets kräftig. Zuletzt verließen mit Alex Holzwarth und Fabio Lione zwei langjährige Mitglieder die Band und lassen Alex Staropoli damit als einziges Gründungsmitglied zurück. Somit ist die neue Rhapsody Of Fire-Scheibe “The Eighth Mountain” auch die erste vollwertige Produktion mit Neu-Sänger Giacomo Voli und Drummer Manuel Lotter. Die “Legendary Years” Compilation aus dem Jahr 2017 lasse ich hier mal außen vor.

“The Nephilim’s Empire Saga”

Inhaltlich stellt “The Eighth Moutain” den Beginn einer neuen Saga dar. Die aus der Feder von Gitarrist Roby de Michele und Keyboarder Alex Staropoli stammende Story hört auf den Namen “Nephilim’s Empire Saga” und handelt wieder einmal von mutigen Kriegern und epischen Schlachten. Zum Ende hin beleuchtet sie aber auch die Frage nach der Richtigkeit der eigenen Entscheidungen und die Angst und Selbstzweifel, die damit einhergehen können. Damit ist die Geschichte zwar fiktiv, behält aber einen Bezug zur Realität.

Musikalisch bleibt man allerdings bei Altbewährtem. Es gibt den für Rhapsody Of Fire typischen Mix aus druckvollem Power Metal, jeder Menge Bombast und hymnischen Chören. Positiv wirkt sich hier vor allem die Zusammenarbeit mit dem Bulgarian National Symphony Orchestra aus. Durch den Einsatz “echter” Instrumente wirken die Kompositionen im Ganzen viel voller, dichter und erhabener.

Musikalisch solide

Im Gegensatz zu den beiden Vorgängeralben „Dark Wings Of Steel“ und “Into The Legend” klingen die neuen Stücke aber deutlich positiver. Ganz besonders tun sich hier das zügige und eingängige “Rain Of Fury” sowie der von treibenden Doublebass-Passagen geprägte Ohrwurm “The Legend Goes On” hervor. Und dass man mit Giacomo Voli nicht nur einen würdigen Nachfolger von Fabio Lione, sondern auch einen ausdrucksstarken Sänger mit enormem Stimmumfang gefunden hat, beweist er vor allem auch in den ruhigeren Stücken, wie “Warrior Heart” oder “The Wind, The Rain And The Moon”.

Gleiches gilt im Übrigen auch für das mächtige Schlussepos “Tales Of A Hero’s Fate”. Hier liefert Voli seine wohl stärkste Gesangsleistung ab. Von hohem, glasklaren und melodischen bis hin zu bösen, fast schon Black Metal-artigem Gesang ruft der Frontmann nahezu die gesamte musikalische Bandbreite ab. Gekrönt wird der Song dann durch die Spoken-Words-Passage am Ende des Songs, die von niemand geringerem als Sir Christopher Lee (R.I.P.) eingesprochen wurde. Es handelt sich dabei tatsächlich um eine der letzten Aufnahmen des Kult-Schauspielers.

Rhapsody Of Fire liefern mit “The Eighth Mountain” also ein klasse Album ab, welches in seiner Gesamtheit wieder an frühe Veröffentlichungen wie “Legendary Tales” oder “Symphony Of Enchanted Lands“ erinnert. Das Album strotzt vor Kraft und positiver Energie und macht beim Zuhören richtig Laune. Für Fans des Genres ein absoluter Pflichtkauf.

Tracklist

  1. Abyss Of Pain
  2. Seven Heroic Deeds
  3. Master Of Peace
  4. Rain Of Fury
  5. White Wizard
  6. Warrior Heart
  7. The Courage To Forgive
  8. March Against The Tyrant
  9. Clash Of Times
  10. The Legend Goes On
  11. The Wind, The Rain And The Moon
  12. Tales Of A Hero’s Fate

Über Erle 147 Artikel
Bunt is das Dasein. Und Granatenstark. Volle Kanne Hoschi.

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.