Tragedy Of Mine – Tenebris VÖ: 17.08.2018, Out Of Line Music, Melodic Death Metal

Tenebris

Anschnallen und festhalten! Es geht auf eine Reise durch die Dunkelheit. „Tenebris“ heißt das Debütalbum der Osnabrücker Melodeather Tragedy Of Mine. Nachdem die Band mit ihrer EP „The Beginning“ 2016 bereits eine erste Duftmarke setzen konnte, startet die Truppe jetzt voll durch.

„Tenebris“ – Göteborg trifft auf Metalcore

Das spannungsvolle Intro „Dawn“ eröffnet „Tenebris“ und leitet gekonnt in das erste richtige Stück „Warrior’s Curse“ über. Hier geht es dann aber auch direkt nach vorne. Mit Gothenburg-Style Riffing und knackigem Drumming macht die Band mächtig Dampf. Auch Sänger Steffen Bunke, dessen Gesang immer wieder zwischen tiefen Growls und kraftvollem Klargesang hin und her springt, wird gut in Szene gesetzt. Ein Einstand nach Maß, der vor allem Fans von Bands wie Trivium oder auch Lamb Of God gut gefallen dürfte.

Weiter geht’s mit „Inferno“, welches ebenfalls ein mächtiger Nackenbrecher ist und dabei noch einen Ticken schneller zu Werke geht als das Eröffnungsstück. Auffällig ist hier vor allem der recht melodische Refrain, der für Abwechslung sorgt. „Broken“ entpuppt sich nach seinem atmosphärischen Anfang als ziemlich eingängige Metalcore-Hymne. Auch beim folgenden „My Own Hell“ können Tragedy Of Mine ihre Einflüsse nicht leugnen. Hier haben ziemlich eindeutig die 2000er Jahre mit Bands wie Korn oder Linkin Park Pate gestanden.

Wieder zurück zum Melodic Death geht es dann in der Up-Tempo-Nummer „Built To Resist“, bei welchem auch Soilwork-Sänger Björn Strid mitwirkt. Damit ist der Band ein echter Hit gelungen. Das Staccato Riffing sorgt für unheimlich viel Dynamik, welche vom Schlagzeug auch noch gekonnt unterstützt wird. Als nächstes kommen wir dann zum Feuerzeugstück. „Redemption“ ist eine gut durchchoreografierte Ballade, die Tragedy Of Mine und vor allem Sänger Steffen Bunke noch einmal von einer ganz anderen Seite zeigen. Das war es dann aber auch schon.

Präzise und grundsolide

In den letzten drei Stücken von „Tenebris“ kehrt man dann wieder zu den bewährten Stilelementen zurück. Mit fettem Drumteppich, gut funktionierenden Riffs und dem altbekannten Wechsel zwischen Growls und Klargesang wird das Album grundsolide, aber auch ohne größere Überraschungen zu Ende gebracht.

Tragedy Of Mine haben mit „Tenebris“ ein durchweg solides Album geschaffen, welches zu keinem Zeitpunkt richtig langweilig ist. Schaut man sich Songs wie „Warrior’s Curse“ oder „Built To Resist“ an, muss man sogar den Hut ziehen. Auf „Tenebris“ schaffen es Tragedy Of Mine gekonnt, die Musik ihrer musikalischen Vorbilder einzubinden und in ein modernes Gewand zu hüllen. Hervorzuheben ist hierbei vor allem die präzise und technisch ausgereifte Spielweise der Musiker.

Insgesamt ist „Tenebris“ also ein starkes Debüt, dem nur hier und da ein wenig mehr Unvorhersehbares gutgetan hätte. Fans des Genres sollten hier auf jeden Fall einmal reinhören.

Tracklist:

  1. Dawn
  2. Warrior’s Curse
  3. Inferno
  4. Broken
  5. My Own Hell
  6. Built To Resist (feat. Björn Strid)
  7. Redemption
  8. Prison
  9. Fading Away
  10. Last Episode

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Bunt is das Dasein. Und Granatenstark. Volle Kanne Hoschi.

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