Danzig – Black Laden Crown

Danzig Black Laden Crown

Release: 26.05.17
Genre: Gothic/Doom Metal
Label: Nuclear Blast
Homepage: www.danzig-verotik.com

7 Jahre nach „Deth Red Sabaoth“ gibt es nun mit „Black Laden Crown“ wieder frisches Studiomaterial von Danzig (die 2015 veröffentlichte „Skeletons“ enthielt nur Cover-Versionen). Diese Scheibe wurde über 3(!) Jahre aufgenommen und produziert und insgesamt waren neben Glenn und Tommy Victor am Bass 4 (!) Schlagzeuger an der Entstehung beteiligt (Joey Castillo, Johnny Kelly, Karl Rockfist und Dirk Verbeuren).

Der Beginn ist mit dem Titeltrack sehr ruhig, eine klassische getragene Danzig Nummer mit nahezu 6 Minuten purer Einstimmung auf das düstere Vergnügen. „Eyes Ripping Fire“ und „Devil On Hwy 9“ sind dann flotter unterwegs. Zum zweiten gibt es bereits vorab ein Youtube-Video zu bestaunen. „Last Ride“ ist eine Nummer, wie man sie durchaus auch in den 90ern hätte erwarten können. Glenn zeigt hier, dass man auch mit ruhiger, doomiger Musik kraftvoll sein kann. Für mich das beste Stück der Scheibe, sehr stark.

„The Witching Hour“ wirkt nach dem starken Vorgänger etwas blass, doch „But A Nightmare“ ist dann wieder deutlich kraftvoller und lädt zum gedankenversunkenen Mitnicken ein. „Skulls & Daisies“ und „Blackness Falls“ sind wiederum eher typische Danzig Stücke, was hier durchaus positiv gemeint ist. Zum Abschluss der Scheibe folgt dann das melancholische „Pull The Sun“, was gerade aufgrund des Solos zum Ende hin nochmal ein echtes Highlight ist.

Nach all den Jahren und Alben bleibt sich Danzig weitestgehend treu und die Fans können sich auf das verlassen, was kommt. Was so manchem jüngeren Hörer fremd vorkommen mag, ist die ruhige und dennoch intensive Art Metal zu machen. Es entschleunigt den Alltag und lädt zum Nachdenken und Träumen ein. Für Gothic Fans jeglicher Couleur auf jeden Fall einen Anspieler wert.

Gastredakteur: Lord Nyrdl

Offizielles Video zu „Devil On Hwy 9“

Über Erle 103 Artikel
Bunt is das Dasein. Und Granatenstark. Volle Kanne Hoschi.

1 Kommentar

  1. 2010 habe ich Danzig auf dem Sweden Rock gesehen. Da hatte er den Zenit schon weit überschritten. Aber das hier ist kaum auszuhalten. Mir wäre es zu peinlich, so etwas abzuliefern, und dann ist dieser fürchterliche Gesang auch noch so in den Vordergrund gemischt. Ein paar Häuser entfernt von mir wird eine altersgerechte Wohnanlage gebaut. Da sollte Herr Danzig mal vorstellig werden.

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