Chiffre – Release Show ‘Wastelands’ 29.10.2022, Bastard Club, Osnabrück

Für die Album Release Show von “Wastelands” hatte die Osnabrücker Metalcore-Band Chiffre ein großes Bandaufgebot aufgelistet. Neben der ebenfalls lokalen Band Privacy waren noch Half Me aus Hamburg und Hostage aus Aachen am Start, die für ordentlich Partystimmung sorgten.

Konzertflyer Chiffre

Im Vorfeld gab es im Shock oder Bastard Club die Möglichkeit, das Vorverkaufsticket inklusive Album zu einem günstigen Kurs zu erwerben. Beim Einlass wurde dann das Album mit dem wunderschönen Cover ausgehändigt. Um es kurz einzufügen: Die astrein produzierte CD läuft bei mir gerade in Dauerrotation.

Privacy, die mit Chiffre auch gemeinsam auf dem Vorentscheid von Rock in der Region im letzten Jahr auftraten, eröffneten den Konzertarbeit. Die etwas seichtere Musik passte theoretisch betrachtet nicht ganz ins abendliche Musikprogramm, aber heute war Ambivalenz das entscheidende Thema. Und so gab es auch mehr als den Anstandsapplaus für die erste Band.

Die Band Half Me war als Ersatz für die krankheitsbedingt ausgefallenen Avalanche Effect eingesprungen. Die Band ballerte natürlich ganz anders los und agierte von Beginn an sehr bewegungsfreudig, als wäre Osnabrück ihre Homebase. Auffällig waren die vielen Breaks in den Songs. Erste Tanzeinlagen gab es vor der Bühne und die Band wurde begeistert verabschiedet.

Auch Hostage hatten ebenso ein Debütalbum zu vermelden. Tags zuvor hatten sie ihr Albumrelease “Memento Mori” als Livestream bei YouTube gefeiert. Hier ging es dann als Band zum Anfassen auch endlich ordentlich live zur Sache. Unbedingt erwähnenswert sind die schönen Melodien des Lead-Gitarristen, die diesem ausgelassenen Auftritt das I-Tüpfelchen aufsetzten. Ich musste mich etwas am Rand aufhalten, denn der Moshpit tobte wie verrückt. Sichtlich erschöpft war der Sänger zum Ende des Sets, doch für den Abschluss und zur Überraschung kam Pascal von Chiffre auf die Bühne und gab gesangliche Unterstützung. Keine Frage, diese Band hatte ordentlich abgeliefert.

Chiffre wurden euphorisch begrüßt. Die Konzertbesucher gingen sofort mit. Der Platz vor der Bühne war jetzt hochgefährlich, zumal Pascal auch noch eine Wall of Death in Gang setzte. Diese Hochgeschwindigkeitsmusik verlangte der Band alles ab, aber die Fans dankten es mit stürmischem Beifall. Eine besondere Auszeichnung war hier der Wechsel zwischen Scream- und Klargesang von Pascal. Dies beherrschen nur sehr wenige Sänger so souverän. Das Publikum unterstützte mit lautstarken Gesangseinlagen und auch nach der obligatorischen Zugabe wollten die Fans eigentlich noch mehr. Doch erschöpft und glücklich wurden die Konzertbesucher in die Nacht entlassen.

Solch intensive Release Shows wie von Chiffre dürfte es ruhig öfters in Osnabrück geben.

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