Debauchery – Monster Metal VÖ: 21.05.21; Massacre Records; Death Metal

Monster Metal

Wer von Euch mag es den schön blutig? Es gibt wieder neues Material vom Blood God höchstpersönlich auf die Ohren. Damit ist keine andere Band gemeint, als die Todesmaschine von Debauchery. Mit ihrem nun elften Studioalbum „Monster Metal“ gibt es zehn weitere blutrünstige und brutale Ohrwürmer um die Ohren geknallt. Und als kleines i-Tüpfelchen dürfen sich Fans auf diesem Album auch wieder über diverse Interpretationen durch Gurraths Nebenprojekte freuen. So enthält „Monster Metal“ auch die CDs „Böse Bis Ins Blut“ von Balgeroth, so wie „Metal To The Bone“ von Blood God. Also Kettensäge anschmeißen und losschnetzeln.

Schon der Opener „Blood King“ hält schon so einige Überraschungen für uns bereit. Man löst sich hier etwas vom klassischen Death Metal-Gebolze und setzt eher auf schweißtreibende Heavy Riffs. Doch hat das bestimmt einen triftigen Grund, denn Gurrath hat in diesem Track einen angesehenen Gastmusiker. Es ist Tim (Ripper) Owens (u.a. ex Judas Prist, ex Iced Earth).

Für Mich bildet „Skull Mountain“ schon den ersten Höhepunkt des neuen Albums. Düsterer Death’n’Roll auf seiner besten Art und Weise. Dazu hat er mit seinen eingängigen Lyrics diesen Debauchery-Charme, bei dem man sich direkt freut, sie endlich wieder live mitgrölen zu können.

Zugegeben, ich bin schon lange Fan der Stuttgarter Todesmaschine. Um so mehr erquickt es mein Herz bei einem bisschen Oldschool-Debauchery. Und ja „Debauchery Warmachine“ ist für all jene, die auch schon „Germanys Next Death Metal“ oder „Kings Of Carnage“ abgefeiert haben. Eben Debauchery in ihrer besten Kondition. Mehr kann man zu diesem Brett nicht sagen. Immer noch sehr düster, aber weitaus mehr Richtung klassischem Heavy Metal geht das nachfolgende Stück „Metal To The Bone“, das aber mit seinen tief drückenden Beats zu einem wahren Nackenbrecher wird.

Nach zwei so richtig guten Songs wirkt „Blood God Eternal“ leider etwas schwach. Der Song ist keineswegs schlecht, nur sehr rockig, und es fehlt leider manchmal einfach der Höhepunkt. Eher ein Song, der nicht unbedingt im Ohr bleibt, aber ganz nett für zwischendurch ist.

Ein weiteres Mal dürfen wir uns danach auf die Zeitreise begeben. „Hate Kill Murder“ setzt den Siegesstreifzug weiter, denn das vorangegangene „Debaucher Warmachine“ eingeläutet hat. Ein fröhliches Massaker, mit jeder Menge Blut, das nicht nur Debauchery-Fans das Herz erweichen lassen sollte. Ein Zustand, den „Monster Metal“ leider nicht aufrecht erhalten kann. Dieser Track klingt leider ein bisschen langweilig. Irgendwie will der Funke da nicht so überspringen. So bleibt der Titelgeber des Albums für mich nur ein wenig heiße Luft.

Auch mit „Debauchery Blood King“ werde ich nicht ganz warm. So beschleicht mich das Gefühl, als ob die letzten beiden Tracks ursprünglich für das Nebenprojekt Blood God geschrieben wurden und nun halt eben in das Gewand von Debauchery getaucht wurden. Das Problem empfand ich schon auf den letzten drei Alben sehr störend, weil man bei diversen Tracks einfach das Gefühl hatte, man hat auf zu vielen Baustellen gleichzeitig gearbeitet und so Teile eingebaut, die dem Projekt eigentlich nicht zu gute kommen.

Nichtsdestotrotz erwartet uns mit „The Godmachines March To War“ nochmal die volle Debauchery-Breitseite. Ein gelungener Track, der die gesammelten positiven Eigenschaften der Band verknüpft und eine wahre Salve an Monster Metal produziert. Man beweist ein weiteres Mal: Wo Krieg drauf steht ist auch Krieg drin. Und Debauchery ist der Kriegstreiber. Und wenn wir schon einmal beim Thema Krieg sind, bleiben wir auch da. Wie eine brutale Panzerfaust haut uns „Warmachines Of The Chaos Gods“ ein letztes Mal alles um die Ohren. Was bis dato noch stand wird zermalmt und es werden keine Gefangenen gemacht.

Zugegeben, ich war bezüglich des elften Albums „Monster Metal“ sehr skeptisch. Ich empfand die Vorgängeralben leider etwas zu fade. Für mich persönlich haben sie seit „Thunderbeast“ nur für ein „ganz nett“ gereicht. Die Alben davor waren allesamt komplette Brecher und auch die Liveauftritte von Debauchery haben mich immer wieder davon überzeugt, die Band im Auge zu behalten. Jetzt ist ihnen mit „Monster Metal“ wieder gelungen, ein derbes Album nachzulegen. Diese Platte sollte für alle Death Metal-Fans der Soundtrack für den Sommer sein. Also aus dem Weg, die Todesmaschine Debauchery ist wieder auf den Vormarsch!

Homepage: https://www.debauchery.de/

Tracklist:
1. Bloodking
2. Skull Mountain
3. Debauchery Warmachine
4. Metal To The Bone
5. Blood God Eternal
6. Hate Kill Murder
7. Monster Metal
8. Debauchery Blood God
9. The Godmachines March To War
10. Warmachine Of The Chaos Gods

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