Delirium – Urkraft VÖ: 12.04.19, MDD Records, Pagan Metal

CD-Cover Delirium-Urkraft

Bereits im Jahr 2006 gegründet, wartete das Debüt der Franken von Delirium noch bis 2011. Der einschlägige Name „Frankenblut“ sollte bereits wegweisend sein, so entschied man sich für kräftigen Pagan Metal. Nach ihrem Debüt gaben die Franken dann erst mit ihrer EP „Das Erbe Der Alten Zeit“ ein kleines Lebenszeichen von sich. Nun sollte sich 2019 die „Urkraft“ erheben.

Mit „Panzerreiter“ beginnt das Album zwar wenig spannend, doch sehr genreorientiert. Man bekommt kräftigen, drückenden Pagan Metal, der sehr an die alten Tage XIV Dark Centuries erinnert. Erst mit „Mitternacht im Teufelsgrund“ fängt mich das Album einigermaßen, denn die Mischung aus Black, Death und Pagan ist hier sehr gut gelungen, wenn man sich doch sehr stark an bekannte Vorbilder orientiert. Dennoch ist der Song sehr abwechslungsreich gelungen. Die Mischung der Genres und der unterschiedlichen Stimmlagen hätte besser nicht sein können. Für Freunde der schleppenden Musik gibt es mit „Der schwarze Jobst II“ ordentlich was auf die Lauscher. Eine sehr drückende Nummer, die aber trotzdem nach vorne geht.

Leider überzeugt „Der Meistertrunk“ nicht wirklich. Das Intro – oder was den Beginn des Songs darstellen soll – wirkt irgendwie komisch und gar nicht in den Titel passend. Das Lied selber geht zwar auch ordentlich nach vorne, doch bleibt leider das Schon-Mal-Gehört-Gefühl omnipräsent. So erinnert auch das „Moosweibla“ sehr an die ersten Songs des Albums und gibt dem Album leider an diesem Punkt etwas zu viel Eintönigkeit. Das sehr preschende „Ewiglich In Stein“ versucht da noch etwas herauszuholen, was aber leider nur mäßig gelingt. Wenn man denkt, es ginge richtig los, verliert man sich in geschwungenen Riffs. Zwar fehlt es dem Titel nicht an Kraft, aber so richtig in Schwung kommt er nicht.

Mit „Die Mühlhex“ gibt man nochmal Vollgas, aber ein richtiger Aufhänger fehlt hier. Dicke Riffs und ordentliches Geknüppel sind hier zwar sehr stark vertreten, doch es fehlt etwas in diesem Track, aber man kann nicht so wirklich beschreiben, was es ist. Titelgeber „Urkraft“ haut dann zum Schluss noch einmal richtig zu. Die gute Mischung der verschiedenen Genres kommt auch hier, wie überall im Album, sehr gut zur Geltung, und die Franken beweisen sich zum Ende noch einmal.

Alles in allem ist „Urkraft“ relativ solide, für Paganfans zu empfehlen, aber nur unter der Voraussetzung, dass man unbedingt ein neues Pagan-Album haben will. Es klingt extrem nach bekannten Vertretern des Genres. Um wirklich zu überzeugen, fehlt es einfach an Aufhängern, was das Album leider nur zu einem Werk macht, das im Fluss mitschwimmt.

Tracklist:

01. Panzerreiter
02. Mitternacht Im Teufelsgrund
03. Der Schwarze Jobst II
04. Der Meistertrunk
05. Moosweibla
06. Ewiglich In Stein
07. Die Mühlhex
08. Urkraft

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