Fin – Arrows Of A Dying Age

Release: 28.04.17
Genre: Black Metal
Label: Folter Records
Homepage: https://www.facebook.com/FIN-287496941295269/

Black Metal – das muss brutal sein und sich durch den Kopf hämmern! So hat sich das wohl die Formation FIN aus Chicago gedacht. Hier, an diesem Ort, schuf das amerikanische Duo mit ihrem neuen Werk „Arrows Of A Dying Age“ ein Black-Metal-Album, das so kalt und rabiat wie das Herz des Winters selbst ist.

Kaum ist der CD-Spieler angestellt, geht es voll zur Sache. „Manias“, so der erste Song der Scheibe, bietet den kompromisslosen, rohen Black Metal, der uns Europäern nur aus der skandinavischen Tundra bekannt ist. Der Song selbst ist zusätzlich mit Kirchenchören untermalt und gibt dem Ganzen nochmal eine zusätzlich böse wirkende Abrundung. Mit „The Sight“ folgt nun ein Stück von rohem, brachialem „Hau-Drauf“-Black Metal, der seine Krönung dann im nachfolgenden Stück „Stings of Discourse“ findet. Hier wird alles an Tempo und Brutalität ausgeschöpft, das irgendwie möglich ist und gibt alles her, was das kalte Herz des Black-Metal-Fans begehrt. Progressiv kommt nun „A Wall of Stone“ daher. Der Track wirkt aber keinesfalls ruhig oder schleppend, sondern ist mit seiner Kraft immer noch auf einem gleichbleibenden Level.

Roh wird es dann wieder bei „Hold Fast… Thy Lament“. Das Stück mit leicht angehauchten Pagan-Elementen drückt sich durch Mark und Bein. Zum Mittelteil hin gibt es zum Glück eine kleine Verschnaufpause mit fetzigen Riffs und Soli, die aber nur auf eins abzielen: Am Ende mit voller Wucht wieder zuzuschlagen. Hier setzt FIN auch bei „The Archer“ wieder ein und holt mit einem Blastbeat, der einem Maschinengewehr ähnelt, aus, um die Welt in Schutt und Asche zu legen. Der folgende Track „With Spear, Arrow and Oath“ lässt nun vermuten, dass es etwas sanfter wird und die Band in Gewässern des Pagan Metal schippert. Doch hier hat man falsch gedacht. Es wird weiter gehämmert, was das Zeug hält. Hauptsache roh und unbeschönigt. Erst der Titeltrack „Arrows Of A Dying Age“ bietet ein bisschen Ruhe, doch die sich durch die Boxen drückenden Blastbeats lassen vermuten, dass dies nur die Ruhe vor dem Sturm ist, denn jetzt werden bei „Clarity In The Winds“ die Schwerter gezückt und sich mit Riffs, die einem Heldenepos gleichen, kampferprobt in die Schlacht geschwungen. Das Heldenepos zieht auch mit „With Hammering Glance“ seine Runden. Die rohe Gewalt des Tracks neigt dazu, seine Gegner in die Knie zu zwingen und alles zu zerstören. Nach dem ganzen Heldengedöns lässt „Outlaws“ nun im Intro eine leicht westernangehauchte Nummer vermuten, allerdings wird einem klar, dass FIN nur darauf bedacht sind, einem zum Ende nochmal alles abzuverlangen.

Ich war noch nie ein sonderlich großer Fan von amerikanischem Metal, da mir die einherkommende Attitüde in der Musik selbst nicht gefällt. Doch das Duo hat mich überzeugt, dass auch dort harter, roher Metal entstehen kann und ich hoffe, dass sich die Band dort etablieren kann. Wirken manche Songs teilweise auch etwas eintönig, so bietet die Scheibe doch im Gesamtwerk viel Abwechslung, obwohl es sich hier um ziemlich rohen Black Metal handelt.

Tracklist:
1. Manias
2. The Sight
3. Stings Of Discurse
4. A Wall Of Stone
5. Hold Fast… Thy Lament
6. The Archer
7. With Spear, Arrow And Oath
8. Arrows Of A Dying Age
9. Clarity In The Winds
10.With Hammering Glance
11. Outlaws

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